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Zitat von Carstens_Brüderchen
.. dann belege doch mal bitte, wo 'der Islam' das Prädikat "Besonders freiheitlich" verdient, wo die Menschenrechte - insbesondere die von Frauen - so wegweisend praktiziert werden, dass man sich ein Beispiel daran nehmen sollte
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Das ist 'ne Untertstellung, die auch wieder der "Untersteller" belegen bzw. widerlegen müsste...aber du magst es doch auch nicht, wenn dir ein Umkehrschluss unterstellt wird oder? Also bitte.
Das Problem der Genitalverstümmelungen an Frauen ist in der Tat sehr ernst. Berichte darüber machen wirklich fassungslos. Dass es sich dabei allerdings um ein spezifisch islamisches handelt, ist mir neu. Dieser Schluss ist wohl zulässig, wenn man sich die Liste der betroffenen Länder ansieht. Du erwähnst ja die seinerzeit von Nehberg organisierte Konferenz dazu. Wenn ich mich recht erinnere, stand an deren Ende doch eine Fatwa des Religionsrates der Kairoer Universität (oder so ähnlich), deren Wort in der islamischen Glaubenswelt Gewicht zu haben scheint. Darin wurde klar zum Ausdruck gebracht, dass Beschneidung keineswegs vom Koran geduldet oder gefordert ist. Das sollte auch erwähnt werden, um die keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen, gelle.
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Zitat von Carstens_Brüderchen
inwiefern 150 Millionen verstümmelte Mädchen und Frauen bei weltweit ca. 1,5 Mrd. Moslems (statistisch somit jede fünfte Frau!)
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[Erbsenzählermodus=ein] Da Genitalverstümmelung kein ausschließlich islamisches Problem ist, die 150 Mio (unfassbare Zahl!) also nicht nur Muslime sind, stimmt "jede fünfte Frau" natürlich nicht [Erbsenzählermodus=aus]
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Zitat von Carstens_Brüderchen
"Ehrenmorde", Steinigung von Ehebrechern, Zwangsheirat, Genitalverstümmelung
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Das sind nach deutschem Recht Straftatbestände also Verbrechen und gehören natürlich geahndet! Aber warum reitest du ständig auf der Scharia rum? Die gilt m.W. hier nicht, also gilt es dafür zu sorgen, dass die Muslime, Christen, Juden und Jünger der Goldenen Kuh hierzulange nach unseren Rechtsnormen leben und ihren Mitmenschen nicht übermässig auf den Sack gehen.
Das kann man fordern und sollte man fördern. Wo wir wieder beim aktuellen Innenminister wären. Anstatt zu spalten sollte er sich um konkrete integrationsfördernde Massnahmen kümmern, wie z.B.:
- Imame, die hier predigen, sollten auch hier ausgebildet werden
- Frauen, die aus alten Rollenbildern ausbrechen wollen, müssen unterstütz werden, durch angebotene Deutschkurse oder Frauenhäuser
Dafür kann *ER* direkt in der Islamkonferenz sorgen, nur ist er dabei auch auf die beteiligten islamischen Verbände angewiesen, denen er lieber erstmal gehörig vor den Kopf stößt. Man könnte behaupten er wäre ein Integrationsverweigerer.
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Zitat von Carstens_Brüderchen
Der Islam ist fatalistisch ausgerichtet und zieht die Argumente für seine Zukunft aus seiner mittelalterlichen Vergangenheit, die mit Zehen und Klauen in die Gegenwart geprügelt wurde und wird.
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Als den humanistischen Prinzipien verhafteter und religiös mäßig gebildeter Mensch, würde ich es mir nicht anmassen, mit Wiki-Artikeln bewaffnet, in theologische Diskussionen zu gehen und zu bewerten, welche Religion wo steht und wo sie hinstrebt. Viel zu unübersichtlich, die Lage: Suniten, Schiiten, Alleviten, Wahabiten...die haben nicht mal alle einen Rauschebart.
Hab neulich eine Doku über die Pius-Brüderschaft und 'ne andere ähnliche Glaubensgemeinschaft gesehen. Auf deren Auslegung des Christentums passt dein o.g. Satz wie die Faust aufs Ministrantenauge. Auf eine befreundete evangelische Pastorin weniger bis garnicht. Und nun?
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Zitat von Carstens_Brüderchen
DU hast Recht
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Darauf würde ich nicht bestehen aber ich *hoffe* einfach, dass du mit vielen deiner Behauptungen und Befürchtungen falsch liegst und teilweise kann ich mir meine Hoffnungen ganz gut begründen
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Zitat von Carstens_Brüderchen
Tut mir leid, aber das ist mit einem freiheitlich-demokratischen Grundverständnis alles nicht vereinbar.
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Da hast
DU absolut Recht!