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Alt 14.03.2011, 16:18
User 17544 User 17544 ist offline
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Zitat:
Zitat von Peter Igel Beitrag anzeigen

ich seh die Gefahr, dass jetzt auf der Welle der Erschütterung (darf ich das so schreiben?) geritten wird und damit Wahlkampf betrieben wird.
Na ja, mir geht der nahtlose Übergang von der Betroffenheit hin zum Wahlkampf auch viel zu schnell, aber an der Tatsache, dass die schwarz/gelbe Regierung zuvor beschlossene Ausstiegsfristen ohne Not wieder rückgängig gemacht hat, ändert es nun mal nix.

Nun sind es seltsamer Weise schwarze und gelbe Politiker die augenblicklich nicht müde werden zu betonen, dass sie schon immer einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernkraft wollten. Selbst der oberste Atomlobbyist Mappus kann sich das kaum noch verkneifen

Der Minister für Reaktorsicherheit will ja nun NRW-Ministerpräsident werden und strebt deshalb Neuwahlen in NRW an. Das was die CDU dabei in NRW an Hinterfotzigkeit an den Tag gelegt hat, ist eh kaum zu überbieten. Nun darf man gespannt sein wie sich ein Bundesminister für Reaktorsicherheit augenblicklich im Wahlkampf so schlägt. Wenn ihm das gelingt, die Verantwortung für Reaktorsicherheit gegen den Ministerpräsidentenposten in NRW zu tauschen, ist er ein ganz Großer und erster Anwärter auf die Kanzlerkandidatur im Jahre Eins nach KTzG.

Bei der SPD würde ich dir glatt recht geben, wenn es darum geht, dass sie sich in ihrer Vergangenheit auch nicht grad' als Kernkraftgegner ausgezeichnet haben. Die haben viel von dem Mist auch selbst zu verantworten.

Bei den Grünen kannst du aber dieses Argument nicht halten. Die waren und sind bei dem Thema immer ganz klar positioniert.

Was die Linken betrifft muss man auch nicht lange um den heißen Brei reden. Eine Partei, die zur Wahl antritt ohne bereit zu sein Regierungsverantwortung zu übernehmen, ist nun auch nicht nach meinem Geschmack. Aber Dunkelrote findest du bei den Linken nun weiß Gott nicht. Die Genossen werden eh keinen Blumentopf gewinnen können. Da sie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, haben sie gar keine Zeit sich ein verkaufbares Profil zu verschaffen. Oskarchen und Gregor werden es nicht mehr erleben, dass ihre Partei mehr als ein paar Protestwähler mobilisiert. Die springen nun sicher dankbar auf den Wahlkampfzug auf, da gebe ich dir recht.

Zitat:
Zitat von Peter Igel Beitrag anzeigen
Auch wenn selbst mir die momentane Sensationsgeilheits-Berichterstattung der BILD nicht gefällt, hier mal ein Kommentar dazu.
Also das Wort momentane in dem Satz hättest du dir für den 1. April aufheben sollen. So viel Geduld hättest du wohl noch aufbringen können. Ist ja nun wirklich nicht mehr lange hin...