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Alt 26.03.2011, 14:56
quietschfidel quietschfidel ist offline
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AW: Süddt. Seniorenhalbfinalisten wehren sich gegen Schiedsgericht

Zitat:
Zitat von Krulemuck Beitrag anzeigen
Grundsätzlich geht es darum ob jemand durch nicht regelkonformes Material einen unfairen Vorteil erlangt.

Wenn mein Gegenspieler disqualifiziert wird, weil er einen Riss am Rand seines Belages hat, dann erfüllt die Regel hier lediglich einen Selbstzweck.

Ich finde die Diskussion als hochgradig peinlich für den Tischtennissport.
Aber ich finde momentan sowieso den gesamten Tischtennissport hochgradig peinlich.
Was unfair wäre und was nicht obliegt ja gerade einer großen subjektiven Unbestimmtheitslücke, weswegen die Regeln ja gerade pingelig sind, um solche Eindrücke grundsätzlich zu vermeiden. Außerdem wird niemand wegen Belagunebenheiten disqualifiziert, sondern darf nur nicht mit dem beanstandetem Schläger spielen. Disqualifiziert würde man nur werden, wenn man den Schläger mutwillig beschädigt hätte, dieser nicht den Regeln genügt, aber die mutwillige Beschädigung das Austauschrecht des Materials verbietet.


Ich empfinde es als hochgradig peinlich, dass Spieler teilweise einfach unwillig sind dafür zu sorgen, dass Ihr Spielmaterial den Regeln genügt. Die Regeln zu Schlägern sind klar formuliert. Wenn man keinen Bock darauf hat sich in eine Gemeinschaft kooperativ einzubringen, sollte man sich vielleicht ein Hobby suchen, wo man sein eigener Herr und nur sich selber verpflichtet ist.

Ich verstehe diese ständigen Vergleiche mit dem Profisport nicht. Auf der einen Seite wird immer das Totschlagargument genannt man müsse im Breitensport Regeln nicht so streng sein, da man kein Profi wäre, was im Erklärungsansatz bereits absurd ist. Zum anderen wird herangezogen, dass Profis andere Versorgungskanäle, Mittel und Wege zu haben scheinen, um mit grenzwertigem Material spielen zu können. Also redet man immer wie es einem gerade in den Kram passt.
Regeln seien angeblich nicht wichtig, weil viele Breitensportler nichtmal inhaltlich begreifen, was sportliches Messen bedeutet und ausmacht. In dem Punkt will man nichts mit Profisport zu tun haben. Aber die besonderen Vorteile als Profi mit Materialvertrag beneidet man unbändig und die Missstände von Materialzulassungen im Profisport kritisiert man bis aufs Blut, obwohl die nichts mit Breitensport zu tun haben. So will man dann argumentieren, dass Bescheissen salonfähig sei (Anm.: ob es diese Missstände bei Materialzulassungen gibt weiß ich nicht, nicht mein Thema).
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Stiga Ebenholz NCT v (84g)| Hexer 1,9
Deutsche Einzelmeisterschaften Behinderter in Dietzenbach 16./17.4.

Geändert von quietschfidel (26.03.2011 um 15:12 Uhr)
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