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Zitat von Perner
Hallo Gabi, dieses ist genau der Punkt, werden für eine Veranstaltung offiziell Verbandsschiris angefordert, so haben die Schiris nahezu keine Regelflexibilität im Bereich der Schlägerkontrolle, so habe ich es aus dieser Diskussion verstanden. Die Schiris sind nun mal mit den Meßgeräten ausgestattet worden und somit verpflichtet diese auch einzusetzen.
Punkt, Schluss, aus die Maus.
D.h. im Umkehrschluß, wenn für bestimmte Turniere ersatzweise z.B. Akteure zum Zählen eingesetzt werden und nur 1-2 OSR offiziell bestellt werden, so hätte man kurzfristig womöglich einen Ausweg gefunden.
In Konsequenz aber würde dies bedeuten, dass für Betrüger die Türe somit wieder noch weiter als schon heute geöffnet würde und u.a. die Hersteller noch stärker als heute die Materialbestimmungen unterlaufen.
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Das Problem war aber doch absehbar! Bevor ich solche verkorksten Regeln auf den Weg bringe, muss ich mir doch erst einmal überlegen, wie und womit die überhaupt überprüft werden sollen und welche Konsequenzen das nach sich zieht.
Es ist doch nun mal so, dass es nicht gelungen ist, Messgeräte zu entwickeln, die die unzulässigen Manipulationen am Schläger nachweisen. Stattdessen wird allerlei kleinkarierter Hühnermist nachgemessen bei dem Material, das (nach aktuellen Regeln nicht zulässig) in den Handel gekommen ist, dennoch einen ITTF Stempel trägt.
Im Endeffekt wird doch auf den Amateurmeisterschaften nicht mehr als ein potemkinsches Dorf errichtet: Hier wird geprüft und "gesäubert", bis man endlich alle Spieler genötigt hat, mit neuen Hölzern und halbvertrockneten Belägen zu spielen, keiner mehr Belagreiniger verwendet oder mit dem Schläger aus Versehen zu nahe an der Heizung sitzt etc. etc. etc. Und diejenigen, die dann immer noch nicht durch die Schlägerkontrolle kommen, werden dann schön den Mund halten, weil sie sonst als Querulanten diffamiert werden, so wie Hdd. Und dann kann man sich endlich hinstellen und sagen: "Seht her! Wie sauber unser TT Sport doch geworden ist! Wahrlich olympisch!"
Und was hat sich an der Realität geändert? Nichts! Es werden weiterhin VOC-haltige Beläge in den Handel kommen; es wird weiter frisch geklebt und getunt werden; es wird Noppenbeläge geben, die die Dicke, den Aspect Ratio oder den vorgeschriebenen Reibungskoeffizienten nicht einhalten; die Profis und ambitionierten Amateure werden weiter tunen mit Stoffen, die das Minirae nicht nachweist, und wenn es sie nachweist, ist es halt kaputt...
Das Spektakel, das da auf den Amateurmeisterschaften abgezogen wird, ist doch an Scheinheiligkeit schon nicht mehr zu überbieten! Für wen sind denn diese Regeln eigentlich geschaffen worden, wenn sie im Endeffekt nur auf dem Rücken einer kleinen Gruppe von Amateursportlern ausgetragen werden, die sich nicht wehren kann, weil man die für das Desaster Verantwortlichen nicht abwählen kann?
Gruß, Gabi