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Alt 04.09.2003, 16:58
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Warum gibt es eigentlich kein "glattes" Noppengummi ?

Hi !

Vor ein paar Woche mußte ich bei einem Turnier gegen jemanden antreten, der etwas ganz merkwürdiges auf dem Schläger kleben hatte. Ich habe mir von dem Spiel den Schläger zeigen lassen und dabei auf der Rückhand einen Kurznoppenbelag (später kamen mir dann doch Zweifel, ob es sich nicht um eine lange Noppe handelte, ich bin mir aber zu 90% sicher, daß es eine kurze Noppe war) ohne Schwamm (irgendwas von "Dawei") entdeckt. Hierbei habe ich mich noch gewundert, daß der Belag so merkwürdig glänzte, dachte allerdings nicht weiter darüber nach, da ich mich - gegen einen Noppengummi-Belag !!! - schon als sicherer Sieger wähnte.
Im Laufe des Spieles wunderte ich mich immer mehr über die "merkwürdigen" Bälle, die mir da von des Gegners Rückhand zurückkamen. Den Schnitt hatte ich so in keinster Weise erwartet. Erst zu Beginn des dritten Satzes (nachdem ich die ersten beiden verloren hatte) begann ich zu begreifen, daß ich gegen diesen Noppengummi-Belag genau wie gegen eine glatte Langnoppe spielen mußte um erfolgreich zu sein (was ich dann letzten Endes auch war).
Da ich ziemlich genau weiß, wie ein Noppengummi-Belag "funktioniert", da ich im Training recht oft dagegen spiele, kann der Belag nur nachräglich - wie auch immer - geglättet worden sein, was auch das merkwürdige Glänzen erklärt.
Nach dem Spiel wurde ich vom Gegner noch wegen eines angeblichen "Stopp"-Balles, den er jedoch gar nicht moniert und ich nicht bemerkt hatte, "angemault", so daß ich schon drauf und dran war, ihn für seine Nachbehandlung des Noppengummis für die Fair-Play-Auszeichnung vorzuschlagen...was ich dann doch gelassen habe.

Jedenfalls fand ich das Spiel gegen diesen offenbar nachbehandelten (anders kann ich mir dessen Eigenschaften jedenfalls nicht erklären) Belag sehr unangenehm, da zum einen der Schnittumkehreffekt auf einem Niveau mit den gefährlichsten Langnoppen lag und zum anderen die Fehleranfälligkeit - wohl wegen der kürzeren Noppen (?) - gegen Null tendierte, so daß ich den Punkt stets "selbst" machen mußte und mich nicht auf einen Fehler des Gegners verlassen durfte.
Wenn ich recht drüber nachdenke war der Schnittumkehreffekt sogar noch ausgeprägter als bei allen Langnoppen, zumal ich mich nicht entsinnen kann, daß ich in der Lage war, auch nur einen einzigen Topspin "nachzuziehen".

Daher die eigentliche Frage: warum gibt es eigentlich keine "serienmäßig" nachbehandelten Noppengummi-Beläge auf dem Markt ? Die Kontrolle dürfte deutlich besser als bei LN sein und der Schnittumkehreffekt auf etwa gleichem Niveau liegen ?! Ist das etwa noch eine Marktlücke ? Oder gibt es irgendwelche Nachteile (im Vergleich mit einer nachbehandelten LN), die mir jedoch nicht aufgefallen sind ?

Ciao,

Dr.Block
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Multipler Kreismeister, Ranglistensieger, Rechtsgelehrter und Universalgenie sowie mehrfacher Nobelpreisablehner
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