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Alt 05.04.2011, 15:12
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Daumen runter AW: Beiratstagung 19.03.2011

Zitat:
Zitat von Beißer Beitrag anzeigen
Ich war schließlich bei der Beiratstagung dabei, als die Entscheidung getroffen wurde, die neue Rangliste einzuführen. Ich bin nicht ganz glücklich mit der Entscheidung des Spielausschusses hinsichtlich der 30 Punkte-Differenz, obwohl sie rechnerisch einwandfrei korrekt ist.
Wir sind in den Beirat gegangen und es wurde die Einführung der Rangliste entschieden mit der Empfehlung auf 50 Punkte Umstellungsdifferenz im 1. Jahr mannschaftsintern. Danach wollte man sehen, wie sich das bewährt und der Spielausschuss sollte dann korrigieren, sofern notwendig. Daraufhin wurde das auch so beschlossen.
Der Spielausschuss ist letztlich zuständig für die Richtlinien für die Kl und die Festlegung der Einstufungswerte und ist das Entscheidungsgremium, wie es am Ende gemacht werden soll. Nach den Berechnungen von Heiner Spindeler, Ressortleiter Mannschaftswesen, entsprechen 30 etwa den 8 Punkten, die bisher das Kriterium für eine mannschaftsinterne Umstellung. Das ist auch richtig.
Unglücklich bin ich aber deshalb, weil wir als Verband auch glaubwürdig sein wollen und müssen. Wenn ich von 50 ausgehe und das den Kreisen auch so empfehle, die dann auch letztlich mitmachen, soll es nach meiner Auffassung auch zunächst 50 werden. Das Ganze ist eine Frage der Glaubwürdigkeit und Berechenbarkeit. Ich war leider aufgrund Krankheit nicht dabei bei der Spielausschussitzung.
Erstmal finde ich Deine offene Stellungnahme hier ganz wichtig, vielen Dank!

Ich frage mich, ob es an dieser Stelle nicht klarere Kompetenzabsprachen hätte geben müssen bzw. anders gefragt: Hat sich der Spielausschuss verselbständigt? Ich kritisiere nicht den beschlossenen Wert, sondern das Verfahren. Das entbehrt jeglicher Glaubwürdigkeit, Fairness und demokratischen Anspruchs, wenn eine Einführung mit Verweis auf eine andere Grundlage so beschlossen wurde - und im Nachgang dann dazu im Widerspruch eine wesentlich striktere Regelung eingeführt wird. Letztlich eine Vortäuschung falscher Tatsachen, um eine Mehrheit zu gewinnen.

Durch ein solches Vorgehen müssen sich die Kreisvertreter, die auf dem Beirat abgestimmt haben, gehörig verarscht fühlen. Und auf ihren Kreistagen werden sie stellvertretend für den HTTV gerupft und Vertreter des Präsidiums dürften sich auf einen besonders heissen Sommer freuen, wenn sie das auf den Kreistagen verteidigen müssen. Ich schätze ehrenamtliche Ämter wie die des Spielausschusses außerordentlich, doch hier hat er in der Übergangszeit jegliches Fingerspitzengefühl vermissen lassen. Vielleicht haben die Verantwortlichen die Größe, zu sagen, das haben wir nicht bedacht und korrigieren unsere Entscheidung (noch ist ja nichts veröffentlicht) - doch da glaube ich nicht daran.

Spannend finde ich die Frage, ob das Präsidium eine offizielle Handhabe hat, gegen die in einem untergliederten Ausschuss beschlossenen Dinge Veto einzulegen? Das ist in der Satzung m.E. nicht abschließend geregelt. Die andere Frage wäre, ob sie die auch nutzen würde? Mindest ein Präsidiumsmitglied hat ja schon Stellung bezogen. Mal sehen, wie hoch der basisdemokratische Anspruch der anderen ist?

Die zentrale Frage in einem Verband, der nach dem Delegationsprinzip gewählt wird, ist ja das Selbstverständnis der Amtsinhaber - letztlich der demokratische Anspruch. Bin ich dann der verlängerte Arm derer, die mich gewählt haben und muss deren Sichtweise beachten? Oder bedeutet eine Wahl den Aufstieg zum Fürstentum, das freischwebend herrschen darf, ohne die Interessen der Untertanen zu beachten? In der Tat muss man auch manchmal unspektakuläre Schritte im Sinne des Gemeinwohls wagen, doch muss man doch dann die Menschen mitnehmen - und nicht täuschen.

Das Wichtigste bei Neuerungen in allen Lebensbereichen ist doch, die Betroffenen mitzunehmen, sie zu beteiligen, partizipieren zu lassen - nur dann gibt es eine breite Akzeptanz und Glaubwürdigkeit. Das wurde hier leider ad absurdum geführt und ist amateurhaft. So bringt man seine Mitglieder gegen sich auf. Warum haben die Vertreter des Spielausschusses nicht schon auf dem Beirat den beabsichtigten Wert von 30 eingebracht? Wäre dort eine Mehrheit dafür gefunden worden, hätte man sich jetzt eine Menge Ärger sparen können.

In der Sache fand ich die 50 auch zu hoch, die Kritik bezieht sich auf die Art und Weise des Umgangs miteinander.
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Nichts bleibt wie es wird!
Mephisto
TSG Oberrad

Geändert von Mephisto (05.04.2011 um 15:22 Uhr)
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