Zitat:
Zitat von Obachecka
Für mich - bei der Vorform und der Durststrecke gegen die Topchinesen - wäre ein Sieg gegen einen Top-Chinesen bei dieser WM dennoch 'ne Sensation.
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Zitat:
Zitat von Obachecka
und allzu viel hat die "Vorform" ja auch nicht zu sagen
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Was denn nun? Nun, für ein Turnier, auf das sich die Spieler lange gezielt vorbereiten (Im Gegensatz zur ProTour) ist die Vorform ALLES, die Tagesform ist hier nur das Zünglein an der Waage. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass nie jemand Weltmeister geworden ist, der sich in den Wochen vor der WM in einer Formkrise befunden hat. 2009 war Wang Hao das Maß aller Dinge vor der WM, 2007 und 2005 war Wang Liqin auf dem Gipfel seiner Leistungsfähigkeit, 2003 zählte Schlager zwar nicht zu den Favoriten, befand sich aber in einem persönlichen Leistungshoch. Lediglich den Finalisten von 2009, Wang Liqin hatte niemand so recht auf dem Radar, da er im Vorfeld starke Probleme mit dem neu eingeführten Frischklebeverbot hatte. Damit mussten jedoch alle Profis kämpfen, dementsprechend war das Tischtennis in Yokohama etwas langsamer als vor dem FK Verbot und auch langsamer, als es inzwischen durch den Einsatz von Boostern wieder ist. Wang Liqin war also für sein persönliches Leistungsniveau nicht "in Form", war aber, gemessen am Leistungsstand aller Teilnehmer, immer noch einer der Favoriten.
Wir sehen: Die Form direkt vor der WM ist sehr wohl aussagekräftig. Spieler, die vor der WM schlecht spielen, werden im Tischtennis einfach nicht Weltmeister, sondern jeweils der aktuell beste Spieler der Welt (Oder einer, der). Dass sich ein Niemand bis ins Finale durchschlägt und schließlich das Turnier gewinnt, gibt es nur in Hollywood. Von daher macht es mehr Sinn über die aktuelle Form der Athleten zu diskutieren (seht euch mal Ma Lin an im Moment!) als über die Chancen von Aussenseitern, zu denen Vladi, der seine Blütezeit lange hinter sich hat und der mit dem schnellen Spiel der Chinesen schon immer Probleme hatte, leider gehört.