Danke Raphael für das zweite Foto.
Es sieht schon um einiges besser aus, aber es gibt noch eine Menge zu verbessern.
Die Aufnahmeposition ist noch ein bisschen zu direkt von oben.
Versuche mal die Kamera so zu positionieren, dass sie den Schläger von leicht schräg vorn sieht.
Ist schwierig zu beschreiben, aber ich denke Ihr wisst schon wo ich hin möchte
Der nächste Punkt an dem es etwas zu optimieren gibt ist der Hintergrund.
Dieser Fliesenboden wirkt mit seinem Muster sehr unruhig.
Versuche mal einen Hintergrund zu finden der eine möglichst homogene Fläche bietet.
Das kann auch leicht eingefärbtes Papier, dicht gewebter Stoff o.ä. sein.
Achte darauf, dass der Hinter- oder besser Untergrund nicht reflektiert.
Die Helligkeit des Hintergrundes sollte dabei nicht allzu dunkel aber auch nicht allzu hell ausfallen.
Neutralgrau wäre ein Optimum.
(Warum, dass werden wir später noch sehen)
Falls Ihr mit einer Farbe arbeitet, dann sollte sich diese vom Motiv (also unserem Schläger) abgrenzen.
Das erleichtert uns die spätere Freistellung.
ISO - Hat nicht mit Isolation zu tun!
... sondern beschreibt die Empfindlichkeit des Filmes bzw. unseres Sensors.
Vielleicht kennt Ihr das noch aus der Analogfotografie.
Dort hatten wir 100er, 200er, 400er ... Filme.
Den Film mit der Empfindlichkeit ASA100 haben wir meist am Tag mit viel Licht eingesetzt.
Es ist nämlich so, dass je geringer die Empfindlichkeit desto länger wird die Verschlusszeit.
Bei einer Aufnahme mit viel Licht ist das akzeptabel.
Wurde es dann dunkler oder fotografierte man im Innenraum, so nahm man z.B. einen 400er Film.
Der benötigte zum korrekten Belichten viel weniger Zeit und die Gefahr des Verwackeln´s wurde minimiert.
Jetzt könnte man sagen, dann schrauben wir eben den ISO-Wert immer nach oben.
Ist ja ohne Probleme möglich an einer Digitalknipse.
Leider haben erhöhte ISO-Einstellungen auch einen großen Nachteil.
Und der heißt Bildrauschen.
Bildrauschen zerstört Details und wirkt sehr störend.
Aber wie auch überall gibt es von Kamera zu Kamera Unterschiede im Rauschverhalten.
Während man bei einer digitalen Spiegelreflexkamera mit ISO 800 noch ganz gute Foto´s machen kann, ist das bei einer Kompakten meistens schon zu viel des Guten.
Eine D-SLR rauscht weniger weil der Sensor eine größere Fläche besitzt.
Bei einer Kompaktkamera hat der Sensor eine viel kleine Fläche.
Unsere (z.B. 10) Megapixel müssen sich hier auf einem viel kleineren Raum wohlfühlen.
Genau wie wir Menschen brauchen auch Pixel genügend Freiraum.
Haben Sie Diesen nicht, danken Sie es uns mit dem störenden Bildrauschen.
Deshalb ist dieser übertrieben Pixelwahn vollkommen sinnlos.
(Es sei denn wir fotografieren für Plakatgröße)
Eine normale 5 Megapixel Kamera ist vollkommen ausreichend, für die Betrachtung am Monitor oder den Ausdruck bis A4.
Hier sollte man lieber auf eine lichtstarke Optik wert legen.
Aber kommen wir zurück auf die ISO-Einstellung.
Im vorliegenden Bild hat Raphael im Automatik-Modus fotografiert.
Das heißt der ISO-Wert wird auch automatisch angepasst.
Die Kamera denkt immer noch, der Fotograf hält die Kamera in der Hand und versucht dem Verwackeln mit einem höheren ISO-Wert entgegen zu wirken.
Wir haben aber den Vorteil, dass wir vom Stativ aus fotografieren und uns über die Belichtungszeit keine Gedanken machen müssen.
Deshalb schalten wir die Kamera in
P, S, A oder M-Modus.
Wobei ich hier den P oder A-Modus vorziehen würde.
Manche von Euch werden nur einen P (Programmautomatik)-Modus besitzen.
ISO-Automatik sollte deaktiviert werden und z.B ISO 100 (fest) eingestellt werden.
So, ich denke das waren erst einmal genug Infos und Tipps die man umsetzen kann.
Bin schon gespannt auf das Testfoto Nummer 3.
Gruß, Photino
P.S.: Im nächsten Beitrag geht es dann um die Unterschiede und die Verwendung von P, S, A und M-Modus, sowie die Blende als gestalterisches Mittel.
...schöne Ostern !