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AW: bayernweite rangliste ab 2010/2011
Über 2300 Beiträge zu diesem Thema, doch nichts wirklich Neues in den letzten Wochen!
Egal ob es sich um die 50-Punkte-Regel handelt, die Punkteverteilung an sich oder der Einfluss von Turnieren:
Ich behaupte die meisten Beitragsschreiber schauen in der Regel darauf, welche Vor- oder Nachteile sie selbst durch die jeweiligen Regeln haben und schreiben dementsprechend dafür oder dagegen.
Ohne auf persönliche Auswirkungen für meine persönliche Ranglistenposition zu schauen meine eigene Einschätzung und Meinung:
1. Der TTR ist ein ziemlich genaues Hilfsmittel zur Einschätzung der aktuellen Spielstärke und zig mal besser als die vorherigen Versuche Spieler einzuschätzen
2. Die Punkteverteilung ergibt sich aus einer mathematischen Gewinnwahrscheinlichkeit, weshalb es keinen Sinn macht bei maximal 16 zu vergebenden Punkten einem deutlichen Favoriten (z. B. 250 Punkte besser) bei einem Sieg Punkte zu geben. Wenn die Punkteskale entsprechend großzügiger ausgelegt worden wäre (z. B. Faktor 10 sowohl bei Grundeinstufung als auch bei Punkteverteilung, also 160 Punkte zu vergeben), dann könnten hier auch einige wenige Punkte vergeben werden (was der schon angesprochenen Rundung entspricht).
3. Die Vorgabe nach Spielstärke aufstellen zu müssen, sollte so konsequent wie möglich durchgesetzt werden. Jedoch sollten soziale Aspekte bzw. terminliche Gründe bei der Mannschaftszugehörigkeit berücksichtigt werden. Deshalb plädiere auch ich innerhalb einer Mannschaft null Toleranz (also strikte Aufstellung nach TTR), mannschaftsübergreifend jedoch einen Spielraum, der entwerder die 50 Punkte oder sogar noch etwas höher sein dürfte (z. B. 75 oder 100 Punkte), um nich mit zuvielen Sperrvermerken arbeiten zu müssen.
4. Saisonale Schwankungen aufgrund von Formtiefs (die die verschiedensten Gründe haben können) MÜSSEN im TTR berücksichtigt werden. Das ist ja gerade der Sinn dieses Ratings. Deshalb akzeptiere ich auch nicht, wenn sich jemand beschwert, dass er wegen eines zwischenzeitlichen Tiefs ne Mannschaft oder Paarkreuz tiefer spielen muss. Genau das ist nämlich eine durchaus logische Konsequenz!
5. Über die Einteilung der Leistungklassen könnte man sich noch mal Gedanken machen, da die Leistungsklassen A und D extrem weit gefasst sind, während z. B. für C ein sehr enger Rahmen (100 Punkte) gesteckt ist. Ein Turniersieg in der Klasse C bedeutet oft zwangsläufig die Höherstufung in B (z. B. voher 1450 Punkte - 7 Siege, eine Niederlage: danach 1510 Punkte).
Prinzipiell sollte mal jeder über den Tellerrand hinaus schauen und überlegen, welche Möglichkeiten das neue Werkzeug bietet (z. B. Vergleichbarkeit von Spielstärken über die Bezirks- und Verbandsebene hinaus, automatisierte Einstufung von Leistungsklassen, teilweise automatisierte Erstellung der Ranglisten). In erster Linie also ein gerechtes Hilfsmittel, das dafür sorgt, dass man nicht mehr der Willkür von Funktionären ausgeliefert ist, und außerdem eben diesen Funktionären die Arbeit extrem erleichtert.
Und mal ganz ehrlich: Ich glaube es gäbe hier niemanden der gegen dieses neue TTR schreiben würde, wenn er sich nicht in irgendeiner Weise persönlich benachteiligt fühlt.
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