Zitat:
Zitat von Volkmar
Aus der Opferperspektive sieht das anders aus. Ein Betroffener hat jedes Recht, ganz alttestamentarisch nach Rache zu rufen und archaische Strafen zu fordern. Aber weil Betroffene nunmal schlechte Richter im Sinne eines Gemeinwesens sind, richten über Täter nicht die Betroffenen selbst, sondern Unbeteiligte. Mit all der distanzierten Herangehensweise, die aus Opfersicht völlig pervertiert anmutet. Nichtsdestrotrotz ist Distanz zu Täter und Tat das allein Richtige.
|
Nun mal zuerst. dass ich deinen Ausführungen bis auf die Stellen den Humor resp. die Satire betreffend so ziemlich in allen Punkten zustimme, dürfte klar sein.
Aber dieses hier find' ich spannend: 'haste' das 'nach Rache zu rufen' 'und archaische Strafen zu fordern' genau so gemeint?
Dann nämlich wäre dieses Fordern selbst nichts als ativistisches Residuum und diente allein der psychischen Aufarbeitung des Erlittenen.
Oder aber gibt es doch sowas wie das zumindest nachvollziehbare 'Recht des Opfers' auf Rache, sozusagen als 'Naturrecht', das jedem 'formalen' Recht vorgängig ist?
Oder