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Alt 15.09.2003, 11:35
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Hier noch der Pressebericht im Lokalsport der Main-Post von heute:

Simples Erfolgsgeheimnis


TISCHTENNIS


ETTU-Nancy-Evans Cup, 1. Runde

Die Pflicht hat die Müller Würzburger Hofbräu mit dem Erreichen der nächsten Runde souverän erfüllt, die Kür? Nun ja, sie beschränkte sich in Anbetracht des deutlichen Klassenunterschieds zwischen den drei Teams auf einige wenige Höhepunkte. Zu denen zählten insbesondere die Einzel-Premieren von Sponsor und Manager Frank Müller sowie Nachwuchs-Talent Benjamin Rösner.

Bereits im kleinen Endspiel am Samstagabend gegen den STK Aldaza Sarajewo, der zuvor das luxemburgische Trio mit 3:1 bezwungen hatte, war es so weit. Nachdem Abwehrspezialist Evgenji Shetinin seinen bosnischen Kontrahenten in knapp 18 Minuten souverän von der Platte geputzt hatte, durfte Benjamin Rösner sein Debüt in der Ersten Mannschaft geben. Ein Auftakt mit Hindernissen: Spielerisch und technisch hätte Rösner mit Anes Alic sicherlich Schlitten fahren können. Doch erwies sich das internationale Parkett für den Youngster zwischenzeitlich als Rutschbahn. "Ich war sehr nervös, immerhin saßen hinter mir auf der Bank nur Topspieler, und im Normalfall hätte ich ihn 3:0 schlagen müssen", sagte Rösner selbstkritisch. Erst im entscheidenden fünften Satz, schien der Würzburger die nötige Lockerheit gefunden zu haben.

Ein Attribut, das Manager und Sponsor Frank Müller wohl kaum je abhanden kommen wird: "An zwei Tagen im Europapokal eine Bilanz von 7:3 Sätzen zu spielen, und das bei einmal Training pro Woche. Da bin ich natürlich zufrieden", so sein persönliches Fazit.

Der Sponsor als Phänomen
Ein Phänomen bleibt der Würzburger Hauptsponsor dennoch. Nicht nur, dass seine Gegner - mit Verlaub - deutlich durchtrainierter waren, sie bewegten sich auch weitaus dynamischer an der Platte als der Manager der Gastgeber. Der Erfolg jedoch gibt einmal mehr Frank Müller recht. Gegen Sarajewo holte er ungefährdet und glatt in drei Sätzen den dritten Punkt und stellte damit den Einzug seines Teams in die nächste Runde vorzeitig sicher.

Die Partie gegen Dudelange war für die Müller Würzburger Hofbräu damit nur noch reine Formsache. Dennoch durfte neben Müller und Rösner diesmal die Nummer eins des Erstligisten, Feng Zhe, zum Schläger greifen. Sein 11:2, 11:5, 11:3-Erfolg über Pascal Hemmer dürfte für ihn indes nicht mehr als eine zusätzliche Trainingseinheit gewesen sein.

Auch Benjamin Rösner machte gegen Ernest Carasone eine souveräne Figur. Sponsor Frank Müller musste sich zwar zunächst gegen Bruno Castellani in fünf Sätzen geschlagen geben, merzte diese Scharte aber mit einem deutlichen Drei-Satz-Erfolg über die luxemburgische Nummer eins, Pascal Hemmer, wieder aus. "Dass ich gegen einen spielerisch Besseren schlechter abschneide als gegen einen spielerisch Schlechteren, ist nicht unbedingt gesagt. Es kommt eben darauf an, wie mein Gegenüber mit meiner Spielweise zurecht kommt", meinte Müller. Ein simples Erfolgsgeheimnis, das in dieser Saison vielleicht noch öfter zum Tragen kommt.

Im Pokalwettbewerb, so viel ist sicher, will der laut eigener Einschätzung "beste Hobbyspieler Deutschlands" je nach Losglück wieder den Schläger schwingen. Allerdings hoffen er und sicher auch der Rest des Teams, dass sich dann ein paar mehr Zuschauer als die insgesamt 50 am Wochenende in die Heuchelhofhalle verirren . . .


Von unserer Mitarbeiterin Nadine Klikar
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