Zitat:
Zitat von RobertL
Gerne mehr dazu !
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Antizipation setzt zusammen aus:
- Wissen, was gegnerische Bewegungen bedeuten
- peripheres Sehen
- Aufmerksamkeitsverlagerung weg von der Steuerung der eigenen Bewegungen auf die Wahrnehmung der Bewegungen des Gegners
Wahrnehmung muss genauso traininert werden wie andere Techniken, wenn man sie gezielt verbessern will, und zwar isoliert, denn die Spielsituationen sind zu komplex. So viele Informationen kann das Gehirn nicht auf einmal verarbeiten
Zuerst einmal muss man die Fähigkeit zur Wahrnehmung trainieren, später dann gezielt die Fertigkeiten.
Übungen:
Grundsätzlich besteht jede Übung aus zwei Komponenten: Ein Teil ist mehr oder weniger eine Routinebewegung (als letztendliches Ziel die Bewegungen im Spiel), der andere Teil ist eine punktuelle Aufmerksamkeitsverlagerung (als letztendliches Ziel der Blick im richtigen Moment auf die Bewegungen des Gegners, die die gewünschten Informationen über Ballrichtung etc. tragen, wobei das "Entschlüsseln" dieser Informationen wie in meinem ersten Beitrag geschrieben, z.B. durch Videoanalyse gelernt werden kann)
Eine Beispielübung für den Anfang:
Routinebewegung: über eine umgedrehte Bank balancieren (das Balancieren muss man schon beherrschen, ansonsten ist es keine Routinebewegung)
Konzentrationsleistung: Ein weiterer hält in einiger Entfernung (im äußeren Sichtfeld des Übenden) kurz seinen Schläger hoch, der Übende muss die Belagfarbe sagen (oder zeigt eine bestimmte Anzahl an Fingern)
Im Prinzip kann man sich so die Übungen auch selber zusammenbauen (und beliebig kombinieren), wenn man das Prinzip einmal verstanden hat.
Weiteres Bespiel:
Routinebewegung: Ball auf dem Schläger balancieren
Konzentrationsleistung: Partner ruft Rechenaufgaben rein
Wenn ich wieder an meine Hausarbeit für die B-Lizenz komme (Die Rolle der Wahrnehmung im TT war das Thema), suche ich weitere Beispiele.
Beim nächsten Mal gehts an den Tisch.