Zitat:
Original von Rudolf Endres:
Was ein Sport wert ist, hängt vom Image der Sportart ab. Als wir den Beitrag für Kinder von 3 € auf 5 € erhöhten, gab es einen "Volksaufstand". Einer der Rebellen meinte, wenn er für Tennis 50 € pro Monat ausgebe, dürfe Tischtennis höchstens 3 € kosten. Für die meisten Deutschen ist TT eben kein echter Sport, sondern das "Tennis der armen Leute". Die Leute verbinden mit ihrem Hobby ihren sozialen Status. Hat man "es zu was gebracht", wechselt man zu anerkannten Sportarten. Ein zu geringer Beitrag verstärkt diese Tendenz.
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Leider, leider muß ich Dir Recht geben. "Nebenbei" gehen einige Kids noch in die Muckibude, da zahlen die Eltern dann gleich mal ca. 40 €, wohlgemerkt pro Monat!
Bei uns kostet der Jahresbeitrag für ein Kind 36€, aus meiner Sicht deutlich zu wenig für das, was Sie geboten bekommen. Wir Übungsleiter machen das echt für Peanuts, wir haben mal umgerechnet, dass incl. aller Vorbereitungen, Trainingsstunden, Nachbereitungen, Elterngespräche, Fahrten zu Turnieren, SPielen, Internetberichte, Veranstaltungen für die Kids, Trainingsfreizeiten usw. usw. am Ende 70 Cent pro Übungsleiter und Stunde hängenbleiben. Eigentlich sind wir doch bescheuert, aber leider (?) idealistisch.
Meine Rede ist, dass wir unseren Sport wesentlich höher vermarkten dürften, was eine Anhebung des Jahresbeitrages auf 100 € durchaus rechtfertigen dürfte. Natürlich wäre dann das Geschrei groß, gerade bei denjenigen, bei denen "es schon immer so war". Würde diesen Vorschlag dennoch gerne mal testen, auch wenn man mich dafür steinigen würde...