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Alt 05.06.2011, 20:06
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Idee Deutsche Pokalmeisterschaften 2011

Vom 02.-05.06.2011 fanden die Deutschen Pokalmeisterschaften für Verbandsklassen (wie auch in 2010) in Brühl bei Köln statt.

Zurück in Sachsen und somit auch auf dem Boden der Tatsachen angekommen, anbei einige persönliche Anmerkungen von mir aus Sicht des SV SaRi Hohenstein-Ernstthal (Vertreter Herren B-Klasse).

Zunächst mal einige positive Aspekte:
- freundlicher Empfang, insgesamt gute Organisation
- gutes Buffet bei "Player´s Night"
- Brühl gut gelegen (Ausflug nach Köln!)
- Cafeteria/Grill an der Halle
- Bezahlsystem mit Marken

Meine Erwartungen bzgl. der Vorschusslorbeeren für den Austragungsort Brühl haben sich dennoch nicht vollumfänglich bestätigt (z. B. z. T. etwas beengte Platzverhältnisse in den Boxen (Vorrunde), Lichtverhältnisse/Sonneneinstrahlung nicht ideal, große Wärme und Luftfeuchtigkeit in Halle, keine ausgebildeten Tisch-Schiedsrichter in der Vorrunde), alles in allem aber waren die Bedingungen in Ordnung.

Wenn man das Ganze vorher als "Spaßturnier" betitelt (was es für viele ja im Grunde auch ist) kann man das sicher anders sehen, aber als offizielles Turnier des DTTB wundern mich einige Dinge.

Die Tabellen und Spielergebnisse wurden nicht zeitnah aktualisiert - m. E. unnötig.

Im ersten Spiel reklamierte ich einen m. E. unzulässigen Schläger meines Gegners, der einen Abwehrstörbelag kurz zuvor frischgeklebt hatte, da dieser sehr wellig war an verschiedenen Stellen. Der DTTB-OSR teilte auf zweifache Nachfrage von mir mit, dass es seiner Meinung nach noch "im Rahmen der Möglichkeiten" sei. Das habe ich dann wohl oder übel akzeptiert und keinen Protest eingelegt. Schließlich spiele man ja lt. sinngemäßer Aussage meines Gegners nicht in der Bundesliga und ich solle mich mal nicht so haben". Dieser Spruch bei einem solchen Bundesturnier disqualifiziert ihn meiner Meinung nach, aber sowas ist leider nichts Neues. Ich verlor das Spiel klar (hätte ich wohl auch so verloren, ehrlich gesagt). Als das nächste Einzel lief, kam nochmals (ohne mein Zutun) der OSR und schaute sich nochmals den Schläger an und diskutierte lange mit dem Spieler und sagte auch sinngemäß, dass das schon grenzwertig ist und "eigentlich" nicht geht.
Ich kann den genauen Gesprächsinhalt leider nur vermuten, jedenfalls wurde dann im Doppel ein vierter Spieler eingesetzt und nicht derjenige mit dem "grenzwertigen Schläger". Eine Info an uns erging nicht, d. h. wir tappten im Dunkeln. Möglicherweise hätten wir Protest einlegen sollen, "aber wir spielen ja schließlich keine Bundesliga", also haben wir es gelassen.
Nach dem Spiel haben wir festgestellt, dass diese Mannschaft auch nur 3 Spieler gemeldet hatte, obwohl gegen uns insgesamt 4 Spieler eingesetzt wurden. In der Ausschreibung stand eindeutig, dass NAchmeldungen nicht möglich sind und vorher feststehen müssen usw.
Wir mussten unsere Aufstellung 2 Tage vor dem Turnier noch SOFORT ändern, da sie unzulässig war (7 statt 6 Spieler gemeldet).
Auf Nachfrage der Turnierleitung erfuhren wir dann, dass das kein Problem ist und der 4. Spieler am Anreisetag dann einfach noch nachgemeldet wurde.

Ehrlich gesagt fühle ich mich durch solche Aktionen ziemlich verschaukelt, wenngleich das alles nichts an unserer Niederlage geändert hatte. Aber konsequent ist das m. E. überhaupt nicht.

Vielleicht habe ich an dieser Stelle eine sehr eigene Meinung, aber unter einem Bundesturnier des DTTB stelle ich mir in einigen Bereichen mehr Konsequenz vor.

Sei es drum, nun zum Sportlichen :

Sehr positiv zu erwähnen der Tross von Elbe Dresden (zahlreiche Fans/Betreuer, große Fanplakate, Gruppensieger, unglücklich im Viertelfinale ausgeschieden)

Auch die Damen auf Kreisebene (Mittweida) verkauften sich achtbar und schieden erst in der KO-Runde aus.

Auf Verbandsebene agierten die Mädles vom TTC Holzhausen etwas unglücklich, da ein Spiel nach hoher Führung (3:0 ?) noch verloren ging.

Penig zeigte ansprechende Leistungen, verlor aber das entscheidende Grupenspiel ebenfalls SEHR unglücklich denkbar knapp mit 4:3, wobei Tom und vor allem awo.tt mehrere Matchbälle vergaben, schade.
Trotzdem

Wir agierten leider insgesamt betrachtet recht nervös und mit zuviel Respekt, sodass wir unser Leistungspotenzial nicht ausschöpfen konnten.
Gegen die Mannschaften von Stein II, Braunfels (Finalist) und Leverkusen (späterer Sieger - herzlichen Glückwunsch !) mussten wir einen DEUTLICHEN Klassenunterschied attestieren. Diese Teams können m. E. in Sachsen in der Verbandsliga gut mitspielen.
Ob es gegen andere Teams besser gelaufen wäre, sei dahingestellt. Allerdings möchte ich schon von etwas Lospech sprechen, da auch viele andere Turnierteilnehmer von einer "Todesgruppe" sprachen.

Ich möchte kein schlechter Verlierer sein, wir sind "verdient ausgeschieden", da wir unseren Gegnern in weiten Teilen absolut nicht das Wasser reichen konnten. Allerdings bleibt für mich der fade Beigeschmack einer (hier kann ich jedoch nur Herren B einschätzen, die sächsischen Damen können ja besser mithalten) unzutreffenden Klasseneinteilung. Das ist nichts Neues und m. E. muss die Ligeneinteilung ernsthaft überdacht werden. Auch "20 Jahre danach" ist der Unterschied Ost/West noch deutlich zu spüren, sodass sich die "westdeutschen Verbände" bei sächsischen Gegnern oft über ein Freilos freuen dürfen.
Man kann sich z. B. auch mal die Gruppenergebnisse von Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt & Co. anschauen.

Offenbar ist auch nichts Anderes gewollt, m. E. sind einige Ligen jedoch schlichtweg nicht annähernd miteinander vergleichbar (siehe oben).

Ergebnisse gibts unter http://www.ttcvochem.de/ !!!

Vielleicht schreiben ja auch die anderen sächsischen Teilnehmer noch ein paar Eindrücke und Meinungen, ich denke da insbesondere an awo.tt

P. S. Ich hoffe, dass die Sportfreunde Gubig, Tom und Winkler, Thomas keine dauerhaften Rückenverletzungen zugezogen haben und den nächtlichen Transfer im Kofferraum des VW-Busses von Köln nach Brühl gut weggesteckt haben

Sorry für den langen Beitrag
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