Zitat:
Zitat von Jaskula
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Die Sache ist halt, dass dieses "Scheiß-System" nicht nur in Sportverbänden, sondern auch in allen anderen Bereichen unserer Gesellschaft tief verankert ist. Man nennt es
Repräsentative Demokratie.
Wikipedia schreibt dazu:
"
In der Repräsentativen Demokratie werden politische Sachentscheidungen im Gegensatz zur direkten Demokratie nicht durch das Volk selbst, sondern ausschließlich durch Volksvertreter getroffen. Die Volksvertreter werden gewählt. Sie entscheiden eigenverantwortlich und ohne Eingriffsmöglichkeit durch das Volk."
Auch im Deutschen Bundestag entscheiden die meisten Abgeordneten ohne tiefere Sachkenntnis und meist auf Empfehlung ihrer Fraktionsführung.
Genau so wie du habe ich das aber auch auf einigen Kreistagen erlebt: Der Antrag wird verlesen, der Kreisvorstand gibt eine Abstimmungsempfehlung aus und genau so wird dann auch mehr oder weniger blind in Mehrheit abgestimmt.
Grund dafür ist aber nicht die fehlende Information (die Anträge sind vorher für die Sitzungsteilnehmer nicht geheim), sondern das fehlende Engagement der Vereinsvertreter. Theoretisch könnte jeder Vereinsvertreter alle Anträge zuvor in seinem Verein besprechen. Das wäre sicher wünschenswert, passiert aber meist nicht.
Interessant ist einzig SuperSoulFighters Frage nach einem besseren Alternativsystem. Wenn nichts besseres gibt, kann man sich die Aufregung jedenfalls sparen.