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Alt 12.06.2011, 17:17
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Mephisto Mephisto ist offline
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Zitat:
Zitat von RedStar Beitrag anzeigen
Die Sache ist halt, dass dieses "Scheiß-System" nicht nur in Sportverbänden, sondern auch in allen anderen Bereichen unserer Gesellschaft tief verankert ist. Man nennt es Repräsentative Demokratie.
Wikipedia schreibt dazu:

"In der Repräsentativen Demokratie werden politische Sachentscheidungen im Gegensatz zur direkten Demokratie nicht durch das Volk selbst, sondern ausschließlich durch Volksvertreter getroffen. Die Volksvertreter werden gewählt. Sie entscheiden eigenverantwortlich und ohne Eingriffsmöglichkeit durch das Volk."
Da würden mir aber mal sofort diverse bessere Quellen zur Begriffsdefinition als Wikipedia einfallen ...

Repräsentative Demokratie wird sehr unterschiedlich in der Praxis gelebt und vor allem in Theorien diskutiert. Ihr pauschal jegliche Beteiligungsorientierung per Definition und Wikizitat abzusprechen ist dann schon eine sehr oberflächliche Betrachtungsweise.

Mal abgesehen davon, dass der Vergleich von Sportpolitik (Interessen mit Tunnelblick) gegenüber Parlamentarismus mit gesamtgesellschaftlicher Verantwortung hinkt, lehrt die jüngste Zeitgeschichte, dass politische Akteure zunehmend schlechte Karten haben, die die Macht nur zu Wahlterminen vom Volke ausgehen lassen und in der Zwischenzeit keine Beteiligungsorientierung zulassen. Dort wo dieser interessengeleitende autoritäre Politikstil gelebt wurde, haben sich immer öfter die Mehrheiten erdrutschartig verändert.

Aber auch hier hinkt der Vergleich zum Sport, da hier m.E. der "Demokratie-Anspruch" an der Basis eher gering ist ("der Verband wird schon recht haben"). Insofern würde ich, wenn überhaupt, eine andere Interessensgruppe mit einem ähnlichen Stil für wahrscheinlicher halten als einen tatsächlichen Stilwechsel im Sinne von Transparenz und Partizipation. Zumindest nicht, solange sich nicht ein paar Menschen mehr über Art und Weise von Entscheidungsfindung beschweren. Das mag aber auch daran liegen, dass die meisten Basisfunktionäre genug mit den eigenen ehrenamtlichen Aufgaben zu tun haben und konstruktive Kritik idealerweise auch die eigene Bereitschaft, sich selbst einzubringen, beinhalten sollte.
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