Zitat:
Zitat von Brett13
BTW: Hat zwar mit dem Fall hier nix zu tun, aber da mir gestern jemand folgende Regelfrage stellte und ich sie sehr interessant fand und hier evtl. ein wenig Auflockerung ganz gut tut, stelle ich die Frage mal hier:
Beim Stand von 5:5 im dritten Satz spielt der Rückschläger den Ball so, dass dieser auf der Netzkannte entlangrollt und beim Netzpfosten oben auf der Netzkannte liegen bleibt. Wie hat der SR nun zu entscheiden 
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Dem Rückschläger ist hier kein gültiger Rückschlag gelungen. Punkt für den Aufschläger. (10.1.2 => Punkt für Gegner bei nicht korrektem Rückschlag; und korrekter Rückschlag ist definiert in 7.1.; 7.1. ist hier nicht erfüllt.)
Aufgekommen ist die Ursprungsfrage übrigens bei einer VSR-Ausbildung. Für die Ausbilder ergab beides einen Sinn und eine definitive Anweisung oder auch Auslegung war nicht bekannt. (Kommt vermutlich auch selten genug vor); siehe Post 1 - ob jetzt eine Auslegung mehr Sinn ergibt als die andere, das dürfte zu einem guten Teil indidividuelle Sicht sein. Ich kann nachvollziehen dass das Doppel die Verwarnung behält: Die Regel spricht von Individualspielen in denen die Verfehlung (nur vom "Schuldigen") mitgenommen wird; aber es wird eben auch am Anfang des Doppels auf die höhere Individual-Verwarnung geschaut. Und das führt eben zu unterschiedlichen Ergebnissen.
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Nachtrag: Gerade mal im Giesecke 2007 geblättert... da steht drin "...jedoch nicht für den 'unschuldigen' Spieler in einem folgenden
Einzel oder Doppe im selben Mannschaftskampf". (S119; B 5.2.6; italics mine) Das hilft nun aber auch nicht wirklich, denn das 'zu Beginn eines Doppels' findet sich auch hier schon.
Spekulieren kann man, weswegen das "oder Doppel" weggefallen ist - es war einmal drin(!).
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Selbstverständlich ist das genau so eine Situation wo der OSR entweder so oder so entscheiden muss - das ist ja auch wieder ganz klar geregelt.