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Alt 28.06.2011, 18:03
sr5555 sr5555 ist offline
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AW: Katapulteffekt bei Balsahölzern

Danke, das ist interessant mit den Gewo Hölzern.
Sie schichten Balsa mit Carbon und schneiden das dann an.
Im Donic Katalog ist eine Skizze dazu.
Durch das Carbon bekommt der Kern dann auch etwas Biegesteifigkeit hinzu.

Vielleicht macht Donic mit dem sog. Dotec-Balsa Kern etwas ähnliches???
Ich weiss es nicht.

Ich grübele noch über der Figure 4-1 auf Seite 2 aus obigem link.
Ich denke nun, dass die meisten Furniere tangential angeschnitten werden, nicht radial, bin mir aber nicht sicher. Bei Hinoki ist es aber auf jeden Fall so.
Dann wäre für den E-Modul in Auftreffrichtung des Balles, also senkrecht zum Schlägerblatt, das Verhältnis ET/EL anzusetzen. Nicht ER/EL. Also bei Balsa
0.015 anstatt 0.046. Das würde bedeuten, dass Balsahölzer mit längslaufender Faser im Kern noch weicher sind als vermutet.

Ich vermute auch, dass Rendler bewusst so konstruiert, also bestimmte
Modelle (nicht alle) auf hohen Katapult hin konstruiert. Dazu würde passen, dass er elastische Klebstoffe (oder tut er das nicht?) für die Zwischen- und Deckfurniere verwendet, was das Eindringen des Balles weiter erleichtert. Weil damit die Schubkräfte zwischen den Furnieren reduziert werden. Im Umkehrschluss dürften Epoxi-Carbon-layers den gegenteiligen Effekt haben, quasi eine Anti-Katapult Sperre darstellen. Das würde dann einen Teil des "bocksteifen
Spielgefühls" erklären, welches Carbonhölzern gerne nachgesagt wird.

Gruss Stephan

Geändert von sr5555 (28.06.2011 um 18:10 Uhr)
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