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Alt 20.07.2011, 12:29
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AW: Back to the Roots? - Nianmor vs. Genius vs. Nimbus

Zitat:
Zitat von powerpaul Beitrag anzeigen
Kannst du den Aurus und den Vega Pro mal kurz vergleichen hinsichtlich
-Härte
-Effet bei Aufschlag und Topspin
-Tempo
-Katapult
-Eignung für Block/Schuss
-Ballabsprung
-Welches Holz (Carbon oder Vollholz) sollte gewählt werden? In meinem Fall werde ich zwischen Nittaku Rutis (hart, steif, dünn) und Nittaku Acoustic (schnell, etwas elastischer, mittel) entscheiden.

Zur Härte:
Da sehe ich keinen großen Unterschied.
Der Vega Pro, den ich gespielt habe, mag etwas (minimal!) härter gewesen sein, aber das kann auch auf eine Produktionsschwankung zurückzuführen sein.

Spin:
Ebenfalls beide sehr dicht beieinander.
Ich habe allerdings das Gefühl, beim Aurus ist es leichter, viel Spin zu erzeugen. Beim Vega hingegen muss die Technik passen.

Ein "spinniger" Eröffnungstopspin funktioniert mit dem Aurus jedenfalls traumwandlerisch sicher.

Tempo:
Der Aurus ist dynamischer und daher meines Erachtens letztlich auch etwas schneller. Geht vom Tempo her schon deutlich in Richtung Sinus.

Katapult: Deutliche Vorteile für den Aurus, spürbar dynamischer - auch da eigentlich fast auf dem Niveau, was man von "alten" ESN-Tensoren kennt.
Trotzdem spielt sich der Aurus dabei nicht so wabbelig bzw. flummiartig, sondern sehr angenehm.

Block/Konter:
Funktioniert beim Aurus deutlich besser als beim Vega Pro, der mir dafür einfach zu wenig dynamisch erscheint. Zudem erscheint der Aurus beim Block weniger spinanfällig. Beim Schlägerdrehen (Sinus und Aurus auf meinem Holz) kann ich mein Konter-/Blockspiel mit beiden Belägen nahezu gleichgut aufziehen.

Ballabsprung:
Sehr schwierig, der Vergleich zum Vega Pro dort.
Tue mich schwer, den Vega Pro vom Ballabsprung her richtig einzusortieren.
Meines Erachtens ist der Ballabsprung des Aurus spürbar flacher als beim Genius, dafür allerdings minimal (!) höher als beim Sinus/Express One.

Zu der Holzwahl:
Anfangs habe ich den Aurus auf einem Samsonov Stratus Carbon gespielt. hat sehr gut funktioniert, obwohl ich erst befürchtete, die Kombination sei zu hart und undynamisch. Von der Dynamik des Aurus war ich dann allerdings - auch auf diesem Holz - absolut überrascht. Das Blockspiel sowie Schlagspins funktionierten dort traumhaft sicher.
Dann habe ich den Aurus auf mein P500 (kennst du!) geklebt und muss sagen, dass er mir dort fast besser gefällt. Spielt sich spürbar spinniger und eben noch dynamischer. Kann kaum einen Unterschied zu einem geklebten Klassiker ausmachen.
Möglich ist es aber, den Aurus sowohl auf einem harten als auch auf einem weichen Holz zu spielen.

Letztlich muss ich noch sagen, dass ich - und sonst halte ich mich mit Lob sehr zurück - keinen Belag kenne, der sich so "vollkommen" spielt, d.h. bei einer solchen Dynamik und einem solch ausgeprägten FK-Feeling eine solche Griffigkeit und Kontrolle (im Sinne von "nicht-flummiartig") aufweist. Sonst hat man Beläge, die entweder griffig (Tenergy) oder dynamisch (Nimbus) sind - der Aurus vereint beides schon überraschend gut.
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