Zitat:
@Photino
Keine Einwände mehr?
Dann nehme ich einfach mal an, dass ich dich überzeugt habe. Freut mich.
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Natürlich nicht !
War nur Urlaubsbedingt eine Zeit nicht online.
So leicht, lässt sich Photino nicht überzeugen.
Erst wenn der physikalische Beweis erbracht ist, dass Eigenschaften wie:
- Verleimung
- verwendete Holzarten
- Furnierstärken
- Furnierdicke
- Anzahl der Schichten
- Blattgröße
- Restfeuchtegehalt
- und und und....
keinen Einfluss haben, dann gebe ich mich geschlagen.
Dieser Beweis dürfte nicht einfach zu erbringen sein.
Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte kein Duell, sondern eine sachliche Diskussion.
Wie können auch gern mal ein Bier zusammen Trinken gehen.
Schauen wir uns die Formel an:
Steifigkeit/Festigkeit (S) = Flächenträgheitsmoment (F) * E-Modul (E)
Auf den ersten Blick sieht alles sehr einfach aus.
Aber hinter der Einfachheit könnten sich ja komplexe Berechnungsalgorithmen zur Beschreibung der Variablen E-Modul (E) verbergen.
Laut Deiner Erklärung:
Zitat:
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Der Grund hierfür ist folgender. Die von mir genannten E-Module sind Mittelwerte für die einzelnen Materialien. Das E-Modul ist proportional zur Dichte des Materials. Folglich hat ein Furnier mit einer höheren Dichte ein höheres E-Modul und ist somit auch steifer (wichtig: bei sonst identischen Kenndaten der Hölzer!).
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Schon beim Wortlaut "Mittelwert für die einzelnen Materialien" störe ich mich gewaltig.
Nehmen wir zum Beispiel den Feuchtigkeitsgehalt bzw. die Restfeuchte eines beliebigen Außenfurniers.
Der Trocknungsgrad des Holzes hat sehr wohl eine Veränderung der Steifigkeit zur Folge.
Den Fehler den Du hier begehst ist, dass Du z.B. für jedes Material von einer mittleren Dichte ausgehst.
Beim Trocknungsprozess änderst sich aber die Dichte.
Nimm zur Analyse die reale Dichte und schon wirst Du Unterscheide haben, da ja das E-Modul nicht mehr mit der gleichen "Faktor" in die Formel eingeht.
Auch an dieser Stelle möchte ich nochmals betonen, dass ich mir sehr wohl zutraue Anschlaghärte und Steifigkeit auseinander zu halten.
Wer das jetzt nicht versteht, der sollte einfach mal ein Hinoki-Holz probieren.
Hinoki hat eine relativ große Steifigkeit, besitzt aber ein weiches Anschlaggefühl.
Das klingt im ersten Moment paradox, entspricht aber der Realität.
Momentan sind ja die "gebrannten" Hölzer, bei fast allen Herstellern, voll im Trend.
Schon an diesem kleinen Beispiel, sollte man erkennen, dass die Randbedingungen nicht außer acht gelassen werden sollten und eine materialbasierende Mittelwertbildung nicht zum Ziel führt.
Ich habe schon überlegt, ob ich nicht einen physikalischen Beweis erbringe kann.
Messtechnisch sollte das kein Problem darstellen.
Ich besitze sehr hoch empfindliche Beschleunigungsaufnehmer und Messgeräte zur Schwingungsanalyse.
Das Schwingungsverhalten bzw. die mathematische Beschreibung in Anlehnung an "Fourier", könnten diese Unterschiede aufzeigen.
Probleme welche ich hierbei sehe sind:
1. Wie bekomme ich zwei identische Holzkonstruktionen mit unterschiedlichem Restfeuchteanteil
2. Wie bekomme ich eine reproduzierbare Energie auf das Holz, die einem Balltreffer ähnelt (hierbei sind Geschwindigkeit, Gewicht, Zeit (Kontaktzeit beim Balltreffpunkt und die exakten Position zu berücksichtigen)
3. Wie sieht die mechanische schwingungsdämpfende Befestigung aus
Mein Fazit aus der ganzen Sache:
Mich hat ein mittelwertbasierendes E-Modul in keinster Weise überzeugt!
Alle Randbedingungen, ach was soll ich sagen, wirklich wichtige Eigenschaften des Holzes außen vor zu lassen halte ich für eine zu oberflächlich und falsche Betrachtungsweise.
Gruß, Photino