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Zitat von No_Name_Surfer
Hude war da schon mal eine riesen Hilfe, da ich dort wohl der mit dem schlechtesten TTR Wert war 
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Ich hoffe, Du hast die Chance genutzt und Dich mit Felix L. (Inge) unterhalten und Dir Tipps geben lassen.
Es geht auch um das Material, aber noch viel, viel mehr darum, ob Du das technisch und VOR ALLEM taktisch hinbekommst.
Ich schreib' das nur, weil Du imho noch zu sehr von Deinem Vorhand-Top Spin schreibst. Den kannst Du ja aber. Ziel muss es sein, dass Du bei Deinen Abwehrschlägen gut stehst, so gut wie keine Schupffehler machst, Deine Schupfbälle sehr gut setzt und die Rückhand-Säge ein Schlag wird, auf den Du immer mehr Bock hast. Im Idealfall auch die Vorhand-Säge.
Und wenn Du das alles ganz gut (zumindest immer besser) beherrscht, kannst Du Dir Gedanken über Spielzüge bzw. Spielsituationen machen, bei denen Dein Vorhand-Top Spin zum Einsatz kommt. Denn der darf nicht Deine Abwehrschwächen kaschieren. Er muss vielmehr eine Art "Ernte" Deiner guten Abwehrarbeit darstellen.
Sorry, klingt recht ernst, wie ich das geschrieben habe. Aber ich habe das Gefühl, Du beschäftigst Dich zuuuu sehr mit Materialfragen und weniger mit der Mentalität eines modernen Abwehrers. Auf Vorhand einen Max. zu spielen ist bspw. eher was für die Fortgeschrittenen unter den modernen Abwehrern. Denn erst müssen die defensiven Bälle kommen. Und da braucht man den Kontakt zum Holz. Der ist bei einem Max. eher nicht bzw. weniger gegeben.
Wenn man kein Noppen-Talent Hoch 10 ist, fällt einem JEDER Schupfball mit einem Curl P1-R schwer. Halbherzige Bälle werden sofort bestraft und es mehren sich unnötige, da leichte Schupffehler. Da ist es imho auf Dauer sinnvoller, zu drehen und mit dem Glatten zu schupfen. Das Drehen hat man schnell drauf und im Schupfball ist dann mehr Schnitt. Greift der Andere dann an, bekommt man i.d.R. einen Top Spin mit recht viel Effet. Da kann man dann so richtig schön reingehen. Und diese Säge bringt den modernen Abwehrern auf Dauer meist viiiieeeel mehr Spaß als der schnellste Top Spin.
Also, zieh' das durch und verbessere Dich im technischen und taktischen Bereich. Das kannst Du weniger durch permanente Trainingsspielchen erreichen als vielmehr durch sinnvolles Training. Solang' Du Deine Säge bei der entspr. Übung (Top Spin in Deine Rückhand) nicht problemlos zumindest 3 bis 4 Mal "bringst", wirst Du in einem Match immer wieder Angst davor haben, sie überhaupt spielen zu müssen.
Gut ist auch folgende Übung: Top Spin in Deine Rückhand, Säge von Dir, Schupfball des Gegners und Schupfball von Dir (ob mit Glatt oder Noppe = so wie es sicherer ist), Schupfball in Deine Vorhand und dann Vorhand-Top Spin von Dir. So trainierst Du mit einer Übung sehr praxisnah und, damit's nicht langweilig wird, trainierst Du 3 Schläge mit einer Übung. Fast schon zuviel, aber der Fun-Faktor muss ja auch da sein...

Stellst Du dann fest, dass irgendein Schlag nicht Deiner Vorstellung entspricht, musst Du diesen gesondert trainieren.
Also, mach's richtig und dann bringt das schon mittelfristig tierisch viel Spaß. Und denke an die Mentalität der Türken. Aufgeben gibt's nicht. Dann lieber mal 'nen Schläger demolieren...