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Alt 28.07.2011, 05:05
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Tauberspieler Tauberspieler ist offline
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AW: Spieljahr 2011/2012

Das magische Dreieck einer möglichst optimalen Förderung eines TT-Talents besteht aus den Eckpunkten A: Training, B: Wettkampf und C: Schule

Das Trainingsprinzip „von den Besseren lernen“ unterscheidet sich von den sonst üblichen Trainingssituationen, in denen meist etwa gleichstarke Spieler/innen untereinander trainieren. Der Trainingserfolg eines Talents ist proportional zur höheren Spielstärke seines Partners.

Wir versuchen das so zu regeln:

1. Es müssen in jeder Trainingseinheit ein lizenzierter Trainer und ein Co-Trainer anwesend sein.
2. Die Talente werden in die „Zielspieler“-Kategorien A, B, C eingeteilt.
3. Für die Zielspieler der Kategorie A müssen Trainingspartner vorgehalten werden, deren TT-Stärke bei weitem höher ist als die der Zielspieler. Bei uns stehen hierfür 4 Herren mit der Spielstärke VK/VL und 2 Damen mit der Spielstärke 2.BL/RegL zur Verfügung. Wir sind in der Lage, die Trainingspartner mit TT-Materialien ein wenig zu unterstützen. Ansonsten profitieren sie vom organisierten Systemtraining. Insofern besteht hier eine funktionierende Win/Win-Situation.
4. Die Zielspieler der Kategorie A trainieren ca. zu 50 % mit o.g. erwachsenen spielstarken Trainingspartnern.
5. Die Zielspieler der Kategorie A fungieren ca. zu 50 % als Trainingspartner für die Zielspieler der Kategorie B und C. Hierdurch wird den Kindern und Jugendlichen auch Sozialkompetenz vermittelt!
6. Die Zielspieler der Kategorie B fungieren ca. zu 50 % als Trainingspartner für die Zielspieler der Kategorie C.
7. Wenn der Leistungsabstand zwischen den Zielspielern der Kategorie A und den spielstarken Trainingspartnern (siehe Ziffer 3) sich zu nivellieren beginnt, muss dafür Sorge getragen werden, dass neue (noch stärkere) Trainingspartner verpflichtet werden. Bei uns werden ab September ein Spielertrainer und seine (TT-spielende) Lebensgefährtin aus Litauen „ihre Zelte in Niklashausen aufschlagen“ und den Zielspielern der Kategorie A wie auch den bisherigen erwachsenen Trainingspartnern als Sparringspartner zur Verfügung zu stehen.

Unser Wettkampfprinzip soll sicher stellen, dass das im Training Erlernte und immer wieder Geübte auch im Wettkampf umgesetzt wird. Die sportliche Entwicklung eines Talents ist in gewissem Umfang (!) proportional zur höheren Spielstärke seiner Gegner im Wettkampf. Wir versuchen das, wie folgt zu regeln:
1. Der Trainer muss - so oft es geht - auch im Wettkampf zugegen sein. Er kontrolliert a) die Umsetzung des im Training Erlernten und sorgt b) für die Aufarbeitung im Training der im Wettkampf gemachten Fehler.
2. Der Wettkampf ist die Fortsetzung des Trainings. Hier geht es in erster Linie nicht (!) um das Gewinnen sondern um das Lernen!
3. Die Spielstärke der Gegner im Wettkampf muss so hoch sein, dass es zumindest bei 80 % der Begegnungen nicht ausreicht, den Ball nur über das Netz zurück zu spielen um (ggf. erfolgreich) auf den Fehler des Gegners zu warten. Nur wenn ein Talent auch im Wettkampf gefordert ist, aktiv den Punkt machen zu müssen, wird er das im Training immer und immer wieder Geübte auch in die Tat (in den Wettkampf hinein) umsetzen.
4. Die Talente sollten in Mannschaften / Ligen spielen, in denen sie „nur“ ca. 50 % der Spiele gewinnen. Eine Erfolgsquote von 80 % wäre für den Fortschritt des Talents nicht optimal.

!!! Siehe hierzu die in einem späteren Beitrag in diesem Forum dargelegten statistischen Aussagen !!!

Das Prinzip, Sport und Schule möglichst gut miteinander zu verbinden, versuchen wir wie folgt zu verifizieren:
1. Das Angebot zumindest einer Trainingseinheit an jedem (!) Wochentag versetzt die Talente in die Lage auch dann wöchentlich zumindest drei Trainingseinheiten zu absolvieren, wenn in der Schule Klassenarbeiten anstehen. Da sich schulische Klausuren schlechterdings nicht am wöchentlichen Stundenplan des TT-Trainings orientieren, muss die Rücksichtnahme umgekehrt erfolgen. Dies funktioniert aber nur dann, wenn der wöchentliche Trainingsplan total flexibel ist.
2. Die Hallensituation in Niklashausen, der glückliche Umstand des Rentnerstatus des „Cheftrainers“ und die Anwesenheit der beiden über einen Sponsor finanzierten Trainer aus Litauen versetzt uns in die Lage, das unter Ziffer 1 Beschriebene 1:1 umzusetzen.

Die Schwäche unseres Projekts ist eine strukturelle. Die Tatsache, dass wir uns in Tauberfranken in einer TT-Diaspora befinden, wirkt sich negativ sowohl im Eckpunkt Training als auch im Eckpunkt Wettkampf aus. Der Weg zu einem BaWü-Landesstützpunkt ist unendlich weit! Mannschaften in Badischen Spielklassen ab Verbandsliga gibt es erst ab einer Entfernung von 70 bis 100 Km. Die strukturelle Schwäche im Eckpunkt Training versuchen wir durch eigene Anstrengungen sukzessive in den Griff zu bekommen. Die strukturelle Schwäche im Eckpunkt Wettkampf wird den Weg unseres Projekts möglicherweise längerfristig erschweren.
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MACHEN ist wie WOLLEN - nur viel krasser !!!

Geändert von TT-NEWS Team (07.12.2011 um 12:45 Uhr)
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