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AW: Chinesische Superliga 2011
Genau so sieht es aus Ricardo.
Dennoch sollte man Booar's Leistung nicht zu kritisch sehen. Er stand mit Sicherheit unter sehr hohem Druck. Vielleicht unter mehr Druck als bei einer WM weil er in China als Weltstar gefeiert wird und dementsprechend das ganze Land eine positive Bilanz erwartet hat, die Verantwortlichen des Vereins sicher gute Leistungen für ihr Geld verlangt haben und er letztendlich doch immer ein "Fremder" dort bleiben wird.
Vor Ma Lin die Nummer 1 des Teams sein "zu müssen" ist nicht einfach. Gerade dann nicht wenn man in der Liga so gut wie keine Erfahrung hat. Dazu kommen die Sprache die er sicher noch nicht annähernd beherrscht, das Klima, die ungewohnte Atmosphäre bei den Spielen ... und ... und ... und
Ich denke auch, dass Booar zu Recht unter den Top 5 der Welt geführt wird. Mag sein, dass es etliche Chinesen gibt die im direkten Vergleich besser abschneiden. Die Weltranglistenposition setzt aber Konstanz voraus. Und die hat der Booar alle Male. Wang Hao hatte n knappes Jahr n Durchhänger. Ma Long dominierte einige Monate das Welttischtennis und konnte die Position, wenn auch verletzungsbedingt, nicht halten. Zhang Jike muss auch noch beweisen, dass er sich dauerhaft da oben halten kann. Er ist in seinen jungen Jahren bereits wieder verletzt. Ma Lin hat nicht wirklich gut gespielt vor 6 Monaten und wenn China seinen sogenannten B - Kader nicht auf die Pro Tour schickt (Brasilien , Österreich, Chile, Japan, Marokko und und und) dann sammelt man eben keine Weltranglistenpunkte und wird zu Recht nicht unter den Top 10 geführt und qualifiziert sich auch nicht für die Grand Finals. Vladi macht das beispielsweise clever. Der taucht immer da auf wo die Konkurrenz "schwach" ist und holt die Punkte. Dima macht das in diesem Jahr auch sehr geschickt. Seine Leistungen waren in Brasilien und Korea zwar extrem gut, gegen die allerbesten der Welt hat er dort aber nicht spielen müssen.
Die chinesische "Tischtennisphilosophie" kann ich nicht gutheißen. Wenn man einen Ma Long über alle Maße strapaziert und ihn ein Jahr durch die ganze Welt treibt ist das Verletzungsrisiko nunmal enorm. Auch wenn man 20 Weltklassespieler hat muss man sie ja auch nicht verheizen oder ? Ich liebe es den Chinesen zuzuschauen aber die Art wie die Spieler getriezt und fremdbestimmt werden ist falsch und hat den Ma Long fast die Karriere gekostet.
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