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Zitat von dRe
Die chinesische "Tischtennisphilosophie" kann ich nicht gutheißen. Wenn man einen Ma Long über alle Maße strapaziert und ihn ein Jahr durch die ganze Welt treibt ist das Verletzungsrisiko nunmal enorm. Auch wenn man 20 Weltklassespieler hat muss man sie ja auch nicht verheizen oder ? Ich liebe es den Chinesen zuzuschauen aber die Art wie die Spieler getriezt und fremdbestimmt werden ist falsch und hat den Ma Long fast die Karriere gekostet.
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Denke, dass das größte Problem da bei Ma Long selbst liegt. War er nicht der erste Spieler überhaupt, der statt wie WLQ 3, sogar 4 Trainingseinheiten am Tag absolviert hat? Er muss halt auch selbst wissen, wo seine Grenzen liegen. 4 Trainingseinheiten sind wohl kaum die Vorgabe vom chinesischen Tischtennisverband.
Zudem bezweifle ich, dass sich die chinesische "Tischtennisphilosophie" kurz- und mittelfristig (d.h. innerhalb der aktiven Karriere) negativ auf das Verletzungsrisiko auswirkt. Im Gegenteil sind Sportler, die vom Kindesalter an hart trainiert und einen durchtrainierten Körper gehabt haben, meist deutlich weniger verletzungsanfällig, als diejenigen, die versuchen in kurzer Zeit physische Defizite aufzuholen.
Klar Ma Long war verletzt, ab und zu trifft es Wang Hao, jetzt ist Zhang Jike dran. Aber war irgendwann schon einmal ein Chinese verletzt, wenn es drauf ankam, also bei der WM oder den Olympischen Spielen? Die weniger "getriezten" Europäer müssen dagegen ständig Turniere absagen, man betrachte nur mal Boll, Maze und Kreanga.