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@ Flocke
Drück Dich doch mal klarer aus. So hat das keinen Sinn. Ich weiß nicht, wovon Du Dich bedroht fühlst, aber ich halte Terror egal welcher Art für eine absolut reale Bedrohung.
@ Volkmar
Was die islamischen Fundamentalisten angeht, hast Du Recht. Wer hier als feindlich eingestellter Fundamentalist schon akommt, sollte sofort die Tür zugeschlagen bekommen. Allein - das ist die absolute Minderheit aller Ankömmlinge. Die meisten Einwanderer sind erstmal in Not oder auf der Flucht, wenn sie hier ankommen. Und dann entscheidet sich m. E. relativ schnell, wohin die Entwicklung führt. Gelingt die Integration, dann können die Migranten hier bald sehr gut leben. Ich kenn da ein Beispiel aus meinem engeren Kreis: 2 Brüder ( junge Erwachsene ) wandern aus politischen Gründen aus einem afrikanischen Staat nach Deutschland aus und landen in Köln. Der eine geht viel unter Leute, interessiert sich sehr für Technik und Autos und bekommt - zugegebenermaßen über Vitamin B - ein Praktikum in der Werkstatt eines großen Kölner Autohauses. Aber diesen "Vitamin B" hat er sich durch seine sehr offene und interessierte Art auch geschaffen. Weil er sehr gut lernt, findet er bald danach eine Stelle als Kfz-Mechaniker in einer kleinen Werkstatt in Köln ( wiederum über Vitamin B, den er sich aber ebenfalls selber geschaffen hat ). Mittlerweile ist seine Frau nachgekommen und sie haben das erste Kind bekommen. Er hat seine Frau übrigens davon überzeugt, hier kein Kopftuch zu tragen, was sie auch jetzt nicht mehr macht. Beide nehmen regelmäßig am Familienleben ihrer Deutschen Verwandschaft teil, haben deutsche Freunde und stellen dort eine echte Bereicherung dar, obwohl beide nach wie vor ihren Glauben ausüben. Der andere Bruder interessiert sich bei seiner Ankunft nicht im geringsten für die Deutschen und Deutschland. Er hat auch große Sprachschwierigkeiten. Um ihm eine Chance zu schaffen, zahlt ihm seine deutsche Großmutter einen 6monatigen Einzelsprachkurs bei einer bekannten Kölner Sprachschule. Die Verwandten nehmen ihn mit ins Kino oder in Kneipen etc., was bei seinem Bruder wunderbar funktioniert hat. Er weigert sich aber beständig und lernt weder Deutsch in der Schule noch baut er einen Bekanntenkreis auf. Weil er in seiner Heimat ein hervorrgender Basketballspieler war, hilft ihm seine Verwandschaft dabei, einen Club zu finden. Dort tritt er aber wieder aus, weil in diesem Verein auch Frauen "unbedeckt" mitspielen bzw. mittrainieren. Stattdessen geht er teilweise mehrmals täglich in die Moschee, weil er dort arabisch sprechen kann und sich nicht mit Deutschland befassen muß. Dies hält er aber konsequent durch und wird dort immer frommer. Mittlerweile hat er sogar zu seinem Bruder sehr wenig Kontakt und nimmt weder am Leben seiner Deutschen Familie noch an anderen nicht moslemischen Veranstaltungen teil. Selbst wenn dieser Mensch nicht militant oder gewaltbereit ist, so muß man ihn in seinen Ansichten mittlerweile als findamentalistisch bezeichnen. Und das ist er erst hier geworden. Er ist in Deurtschland nämlich nur als gläubiger Moslem angekommen, genau wie sein Bruder.
Der geschilderter Zeitraum betrug ca. 1 Jahr. Vielleicht ein paar Monate mehr.
Ich garantiere dafür, daß dieses Beispiel der Wahrheit entspricht. Und ich denke, daß die Geschichte dieses Brüderpaars sehr deutlich macht, worauf es ankommt. Die Ankömmlinge müssen ihren Deutschen Mitmenschen zeigen, daß sie sich für ihre Kultur und ihre Art zu leben interessieren. Die Einheimischen müssen den Migranten im Gegenzug ermöglichen, am alltäglichen Leben teilzunehmen und ihnen Hilfestellung geben. Und sie müssen bereit sein, auch die Eigenheiten des Neuen zu tolerieren. Dann klappt es. Fällt eine dieser Komponenten aus, passiert das, was dem zweiten Bruder geschehen ist.
Der islamische Fundamentalismus in Deutschland ist eine Folge mangelnder integration. Die meisten kommen nicht als Fundamentalisten hier an. Integration besteht m. E aus zwei Komponenten: Anpassung des Migranten an die eingebürgerte Lebensweise und Einräumung aller möglichen und notwendigen Freiheiten für den Migranten durch die Einheimischen. Beides ist ein Geben und Nehmen, kann nicht funktionieren, wenn der eine Teil totale Anpassung bzw. totale Freiheit fordert.
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Gazelle 2.0
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