|
@ Magic Backhand
Völlig einverstanden. Dein Beispiel ist geradezu typisch. Ich kenne selber derartige Fälle. Ich bin geradezu der klassische Multi-Kulti-Fall: Ex-Schwiegervater Italiener, Ex-Schwiegermutter danach mit Paktistani lieert, dann einen Kurden geheiratet. inzwischen geschieden. Beste Freundin der Familie ist Italienierin, die ein gemeinsames Kind mit einem Türken hat, den und dessen Familie wir auch gut kennen. Also nix bei mir mit deutschem Biedermeier-Milieu.
Wie gesagt, Dein Beispiel bringt es auf den Punkt.
Und nun kommt mein Aber: Wenn ein Mensch islamischen Glaubens zum Fundamentalisten erst hier in Deutschland mutiert, obwohl ihm - wie in Deinem Beispiel - geradezu der rote Integrationsteppich ausgerollt wurde, und es klappt dann trotzdem nicht: Was soll der deutsche Staat dann mit diesem Menschen machen, immer unter der Voraussetzung, daß er noch nicht deutscher Staatsbürger ist? Ghettoisierung, Ausweisung, Abschiebung?
Allerdings bin ich nicht ganz Deiner Meinung, daß ein Mensch erst hier zum Fundamentalisten heranreift. Er nimmt doch seine Vergangenheit und seine Sozialisation aus seinem Herkunftsstaat mit. Wahrscheinlich wäre er auch dort über kurz oder lang zum Fundamentalisten geworden, nur wäre es dort vielleicht niemandem aufgefallen.
Aber es gab ja mal Zeiten, und stellenweise wird das immer noch vertreten, daß man nur schwer Integrationsbereitschaft bei ausländischen Mitbürgern einfordern konnte.
Gruß, Volkmar
|