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Alt 05.10.2003, 09:26
User 1878 User 1878 ist offline
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Re: Gretesch - Hude 9:4

Ich wollte gestern abend noch keinen Spielbericht hier reinsetzen, sondern tatsächlich erst warten, wie unsere Jungs den Verlauf denn so einschätzen.
Ich teile Felix Sichtweise insoweit, dass die Gretescher insgesamt schlicht abgezockter wirkten. Als Zuschauer hatte man in vielen Spielen den Eindruck, dass die Gretescher bei 7:7 oder 8:8 schlicht abgeklärter waren und die Sätze nachhause schaukeln konnten.
Dennoch wäre mehr möglich gewesen.
Felix verliert trotz ganz mäßiger Leistung in der Verlängerung im fünften gegen Jürgens, Malte Plache war zumindest gegen Jürgens auch dran, auch gegen einen wie ich fand sehr, sehr starken Bettenbrock beileibe nicht chancenlos.
Helmers war gegen Precht im fünften Satz, als Jogi Hillje am Nebentisch das entscheidende Einzel gegen Wedler abgab; schon in den Doppeln schien mehr möglich als ein 1:2 aus Huder Sicht.
Somit klingt 9:4 am Ende sehr deutlich, nur verlor der TVH bis auf Stüber-Krause (Marco wirklich grandios nach 0:2) jedes enge Spiel.
Trotz Zwischenständen von 1:2, 1:4, 3:7 hatte man als Zuschauer immer das Gefühl "da geht noch was". Als nebeneinander Jürgens-Lingenau und Krause-Stüber in den fünften Satz gingen bei eben diesem Zwischenstand, bebte die Halle und es gab über den gesamten Zeitraum immer wieder höchst spektakuläre Ballwechsel zu sehen.
Man fährt zwar sicher lieber 130km wenn am Ende die 9 auf der "richtigen" Seite steht, gelohnt hat es sich als Zuschauer aus meiner Sicht dennoch.

@Peter:
Grundsätzlich sind wir uns sicher einig, dass es nur noch wenige Jugendliche gibt, die bis in den Erwachsenenbereich beim TT bleiben und zumindest soviel Ehrgeiz/Talent haben, dass sie BOL/LL spielen können.
Gerade die jetzige LL spricht aber eine andere Sprache:
Oldendorf ist jung (und hat über dies eine gute Jugendarbeit)
Kloster Oesede verändert sich auf zwei Positionen im Sinne deutlicher Verjüngung.
Jever spielt mit einem 14-jährigen.
Die Huder Situation ist bekannt.
Daraus folgt aber auch, dass diese jungen Spieler z.T. noch Zeit brauchen, sich an die aus ihrer Sicht vielleicht hohe Spielklasse zu gewöhnen. Gegen so ungewöhnliche Spielsysteme wie die von Guido G oder Udo F bestehen zu können, braucht es sicher ein wenig Erfahrung.
Entscheidend für den Erfolg des TTC scheint mir aber zu sein, dass die offensichtlich nochmal richtig Spaß am TT haben, warum auch immer. Selbst ein Helle Rang war vor der Saison mehrfach bei uns zum Training, das war sonst wie ich glaube eher nicht der Fall. Sie treten momentan als Mannschaft klar stärker auf als vor 4 Jahren, als ich mit Hundsmühlen gegen den TTC gespielt habe. Sicher lernt dort niemand mehr das TT-spielen neu, aber Spaß, Motivation durch mannschaftlichen Zusammenhalt kitzeln wenn man will sicher noch die letzten 10% Leistungsfähigkeit raus.

Gruß Tom
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