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Alt 08.10.2003, 08:33
Noppengott Noppengott ist offline
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Re: Torben hat Geburtstag

Sogar unsere Lokalzeitung gratuliert. (Neue Westfälische, im überregionalen Sportteil)






Wosik trauert den verlorenen Jahren nach

08.10. 2003
TISCHTENNIS: Mit 30 zum Weltcup nach China


Jiangyin (sid). Für Torben Wosiks Debüt beim Weltcup spielte sogar Timo Boll den Laufburschen. "Mein Schläger ist bei den Malaysia Open gebrochen. Für mein Ersatzholz hat Timo mir aus Deutschland speziellen Lack zur Präparierung mitgebracht", erzählt der EM-Zweite vor dem Eliteturnier ab Donnerstag in China.
An seinen heutigen 30. Geburtstag verschwendet er angesichts seiner sportlich bislang größten Herausforderung nicht allzu viele Gedanken: "Olympia ist zwar das Größte, aber dafür kann man sich im Laufe einer Karriere zwei- oder dreimal qualifizieren, was ich für Athen 2004 auch schon geschafft habe. Aber beim Weltcup zu spielen, das schaffen viele Spieler überhaupt nicht oder nur einmal im Leben, wenn man wirklich mal ein Riesenturnier gespielt oder viel Glück gehabt hat."

Die Kombination aus beiden Faktoren bescherte Torben Wosik das Ticket nach China. Erst zog der jüngere Bruder von Ex-Nationalspieler Ralf Wosik bei der EM in Courmayeur sensationell ins Finale ein, dann sagte Europameister Wladimir Samsonow (Weißrussland) seinen Weltcup-Start ab, und Wosik rückte als EM-Zweiter ins erlesene Starterfeld der kontinentalenen Meister und besten Weltranglisten-Spieler nach. "Mit so einer Chance hätte ich nie gerechnet. Jetzt hoffe ich, dass mir zumindest ein Sieg gelingt", meint der Linkshänder: "Das ist wie in einem Traum."

Große Träume standen auch zu Beginn seiner Laufbahn. Bei Jugend-Europameisterschaften räumte der gebürtige Westfale genauso viele Medaillen ab wie einst Schwedens Genie Jan-Ove Waldner. "Bestimmt war das Potenzial dafür da, dass ich in der Weltrangliste die Top 20 und vielleicht sogar Top 10 erreichen konnte", blickt Wosik zurück.

Kurz danach allerdings wurde der Wunderknabe dann zur Symbolfigur für Deutschlands verlorene Generation hinter Roßkopf. "Mir hat einige Zeit die richtige Einstellung gefehlt, das muss ich zugeben", resümiert Wosik. Die Wende zum Positiven 1997 sieht Wosik als Beleg für seine These: "Als Glenn Östh und Dirk Schimmelpfennig die Verantwortung übernahmen, gaben sie mir Selbstvertrauen und Rückhalt." Prompt setzte Wosik endlich zum Höhenflug an.
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