Allgemein möchte ich sagen, daß ich es gut finde, wenn ein Schiedsrichter anwesend ist, um bei Streitigkeiten als neutrale Instanz einschreiten zu können. Aber am besten ist, daß der Schiri möglichst arbeitslos ist. Insofern ist es als Schiedsrichter ziemlich langweilig, und ich ziehe meinen Hut und danke allen, die immer wieder unauffällig für die Spieler ihren Job tun.
Das Wichtigste am Tischtennis ist schließlich das Match zwischen zwei (oder vier) Akteuren, und daher bedarf es meiner Meinung nach auch keiner Einmischung, wenn die Spieler miteinander klarkommen (z.B. beim Aufschlag).
Wobei da vielleicht durchaus Unterschiede im Profi- und Amateurbereich zu machen wären.
Das Einhalten einer gewissen "Kleiderordnung" finde ich auch in gut und halte gegebenenfalls den ein oder anderen Hinweis eines Schiedsrichters für gerechtfertigt. Sowas muß ja auch in der Regel nicht direkt ins Spielgeschehen eingreifen.
Hierbei lasse ich auch das Argument gelten, daß sich TT ordentlich präsentieren muß.
Aber das mit den überstehenden Belägen habe ich total gefressen.
Ich spiele jetzt noch nicht ganz 20 Jahre TT, aber in diesen fast 20 Jahren ist mir noch nicht ein einziger Spieler begegnet, der gemeckert hätte, weil die Beläge überstehen. Das interessiert niemanden, und es ist echt ärgerlich, wenn man von einem Schiri genötigt wird, zu schneiden, um diese vollkommen überflüssige Regel zu befolgen.
Zitat:
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Zitat von Villert
Der Sport soll ja auch der Öffentlichkeit präsentiert werden. Wenn die Beläge immer überstehen sieht das auchnicht unbedingt toll aus,
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Hast Du da die "Ironicons" vergessen? Das merkt kein Zuschauer in der Halle und am TV, wenn es denn mal kommt, schon gar nicht.
Zitat:
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Zitat von Noppenklopper
Dieser Beitrag verlangt nun aber doch nach einer Antwort:
2. Das Überstehen von Belägen schafft natürlich einen unsportlichen Vorteil. Einen Ball den ich mit dem überstehenden Belag spiele, würde ich mit einem regelgerechten Belag gar nicht treffen. Von daher kann schon kein Nachteil entstehen. Falls der Ball nun zufällig aber doch auf den Tisch kommen sollte, dann dürfte er einen Schnitt haben, den der Gegner nicht erwartet, weil Bälle, die ich nicht voll treffe, immer anfangen zu "eiern" (vgl. Treffer mit dem Daumen).
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Jau, dieser Beitrag verlangt nach einer Antwort.
Demnach verschaffen sich ja Leute, die mit einem großen Schlägerblatt spielen, einen unsportlichen Vorteil. Die treffen viel mehr Bälle, diese gemeinen Leute.
Außerdem, wann kommt es denn wirklich zu Kantentreffern am Schläger?
Ab und zu beim Schupfen und häufig beim Topspin, also meist bei Schlagarten, bei denen man dem Ball Rotation verleihen möchte, Schläge bei denen man nicht frontal gegen den Ball haut. Erfolgt ein solcher Kantentreffer, quasi ein Frontalkantentreffer, ist es ziemlich wurscht, mit welchem Schläger der vollbracht wurde, sei es nun einer mit bündig abgeschnittenen Belägen, einer mit im Rahmen überstehenden Belägen oder mit Lappen, die 2cm über das Holz ragen.
Und kommt es beim Schuß, Blocken oder Kontern zu einem Kantenball, wobei diese ziemlich selten korrekt auf der anderen Seite ankommen, sollte man wahrscheinlich froh sein, wenn dieser mit überstehenden Belägen zustande gekommen ist. Die sind wahrscheinlich normaler als die mit der Mischung aus Holz und Belag. Hm, irgendwie haben Kantenbälle auch gar keinen überraschenden Schnitt, wenn man sie als Kantenbälle identifiziert.
So viel zum Exkurs über eine der überflüssigsten Regeln.