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Zitat von M. Ubbenhorst
Guten Abend,
habe heute Morgen von einem Mannschaftskollegen erfahren müssen, daß ich hier in diesem Forum von James Bond 007 indirekt als Unruhestifter im Spiel Löhne-Hiltrup bezeichnet wurde. Sollte das von einem Löhner Spieler stammen, ist das nun wirklich an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten.
Um erklären zu können, warum es zu einem derartigen Skandalspiel kommen konnte, muß noch einmal auf das Hinspiel in Hiltrup eingegangen werden.
Damals zählte ich das Spiel Becher-Heyer. Beim Stand von 10:10 im fünften Satz machte Peter Heyer einen völlig falschen Aufschlag, den Becher zwar noch irgendwie returnieren konnte, dann aber direkt zum Punktgewinn für Heyer führte. Zunächst zählte ich den Punkt für Heyer, entschied mich dann aber um und sprach den Punkt Becher aufgrund des wirklich unverschämt falschen Aufschlages zu. Meiner Meinung nach muß es möglich sein, eine Fehlentscheidung rückgängig zu machen, zumal es nicht sein kann, daß Becher, der nun wirklich lupenrein aufschlägt, durch meine anfängliche Fehlentscheidung einen Nachteil erleidet und die Unsportlichkeit Heyers auch noch belohnt wird (eine Verwarnung hätte zu diesem Zeitpunkt im Spiel gar keinen Sinn mehr gemacht und ist auch laut Regelwerk für den Fall auszuschließen, daß ein eindeutiger Regelverstoß vorliegt. In einem solchen Falle ist der Punkt dem Gegner direkt zuzusprechen!) Letztendlich entschied Heyer das Spiel für sich. Nach dem Spiel beschimpfte mich Heyer lautstark als "Arschloch", wofür er sich dann bei der Verabschiedung allerdings entschuldigte, um mich dann wieder zu attackieren. Schon damals habe ich ihn darauf hingewiesen, doch bitte zu beachten, wer und was der Auslöser des ganzen Theaters gewesen sei. Diese Vorkommnisse waren dann, so denke ich, die Basis für das, was sich am vergangenen Wochenende in Löhne abspielte.
Auch hier kam es wieder zu lautstarken Auseinandersetzungen, die dann allerdings in Beleidigungen durch Löhner Spieler und der Androhung von Schlägen von deren "Fans" gipfelten und zwar nur, weil ich den Löhner Spieler Sven Bökemeier direkt nach seinem ersten Aufschlag im Spiel, der völlig regelwidrig war, aufgefordert habe, den Ball doch bitte hochzuwerfen. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich mir den ganzen Abend nur noch Beleidigungen anhören. Hierbei tat sich in besoderer Weise der Spieler Bökemeier hervor sowie dessen Freundin, die ständig durch an Dämlichkeit nicht zu überbietender Zwischenrufe versuchte, den Spielablauf zu stören. Eigentlich hätte man erwarten können, daß die Löhner Spieler das Mädel mal zur Raison rufen. Am Ende des Meisterschaftsspiels fügte Bökemeier dann noch einen "Stinkefinger" in Richtung unseres Betreuers hinzu. Insgesamt war die ganze Situation für mich derart bedrohlich, daß ich zu den falschen Aufschlägen nichts mir sagte, da ich befürchten mußte, von manchen Zuschauern -wie mir vorher angedroht wurde-zusammengeschlagen zu werden. Das war dann auch der Grund dafür, daß sich auch meine Mannschaftskollegen in Sachen Unterstützungen für mich verständlicherweise zurückhielten. Man mußte wirklich Angst um Leib und Leben haben. Schließlich wäre es nach dem Schlußdoppel tatsächlich um Haaresbreite zu einer Schlägerei gekommen. Aus Hiltruper Sicht muß überlegt werden, ob die Vorfälle nicht dem Verband gemeldet werden sollten, zumal ein Mitarbeiter des WTTV, der an dem Abend als Zuschauer anwesend war, meine Ausführungen bestätigen könnte.
Für mich persönlich ist es einfach unbegreiflich, wie es sein kann, daß derjenige, der versucht, die Regeln einzuhalten, ständigen Angriffen ausgesetzt ist und derjenige, der entweder durch Unvermögen oder Unsportlichkeit die Regeln mißachtet, andauernd als unschuldig angesehen wird.
Daher steht für mich fest, daß ich nie wieder ein Meisterschaftsspiel bestreiten werde. Denn welchen Sinn macht es, eine Sportart auszuüben, in der Regeln offensichtlich nichts gelten und dadurch die Willkür die Oberhand gewinnt. Mir zumindest macht das keinen Spaß. Auch das angebliche Totschlagargument, niemand mache doch richtige Aufschläge, halte ich für absoluten Quatsch. Ich kenne genug Spieler, die das ohne Probleme hinkriegen. Auch interessiert mich als Schiri doch nicht, ob an einem anderen Tisch ein Spieler meiner Mannschaft ebenfalls falsche Aufschläge macht, da ich mich als Schiri um das Spiel zu kümmern habe, das ich gerade leite.
Zum Abschluß noch ein letzter Gedanke: Jeder, der aus Unvermögen oder Unsportlichkeit falsche Aufschläge produziert, sollte doch bitte einmal daran denken, daß es auch Spieler wie z.B. Stefan Halsbenning gibt, die sich in wochenlangem Training die alten Aufschläge abgewöhnt haben, um nicht gegen die neuen Regeln zu verstoßen und sollte sich dann fragen, ob das eigene Verhalten gerade solchen Spielern gegenüber nicht eine riesige Unfairneß darstellt.
Also: Peter, Sven und alle anderen, die sich nicht an die Regeln halten, ihr werdet mich definitiv nicht mehr als Schiri ertragen müssen! Mir reicht´s!
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Kleine Nachricht an die Warsteiner: Beim Essen im "AL" werde ich allerdings noch dabei sein. Mmhh!
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