Zitat:
Zitat von Brett13
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass kein Mensch in der Lage ist Kleber per Hand auf 100stel mm eben auftragen kann. Beläge wrden aber nun mal per Hand montiert und nicht mit einer auf 100stel mm genau arbeitenden Präzisionsmaschine. Deshalb würde ich die Messungen nicht Mitteln, sondern den untersten Wert zu Gunsten des Spieler als den für das zu Grunde zulegenden Messwertes annehmen. Zumindest so lange, wie die Ebenheitsmessung im grünen Bereich war und keinen aufzuadierenden Wert ergibt. Bei einem Noppengummi ohne Schwamm drunter würde ich auf die Ebenheitsmessung mit dem digitalen Messgerät ganz verzichten. Macht einfach keinen Sinn. Bei Noppengummis ohne Schwamm sollte bei Schlägerkontrollen viel mehr auf die Glätte ein Hauptaugenmerk gelegt werden. Da wird nämlich in der Praxis beschissen...
Das ich so meine Zweifel habe, dass man mit einem per Hand aufgesetzten Präzisionsmessgerät auf 100stel mm genaue Werte reproduzierbar messen kann, hatte ich ja schon erwähnt  Auch das bringt mich dazu, dass man doch mal überlegen sollte den Wert der 4 vorgeschriebenen Einzelmessungen anzunehmen, der am geringsten war.
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Dicke und Ebenheit sind zwei verschiedene Dinge. Zuerst ist mal festzuhalten, dass derzeit nur die Ebenheit der obersten Schicht überprüft wird. Eine Unebenheit einer weiter unten gelegenen Schicht kann man damit nicht messen, ohne den Schläger zu zerpflücken. Eine ebene Oberfläche bietet keine Garantie, dass alle darunterliegenden Schichten ebenfalls eben oder an jeder Stelle gleich dick wären. Man kann durchaus ein unebenes Holz durch unterschiedlich dicke Kleberschichten "auffüllen", auch ist die Verschärfung der Schlägerkontrollen von Seiten der ITTF ja unter anderem auch damit begründet worden, dass es Fälle von ausgehöhlten Hölzern mit dickeren als erlaubten Schwämmen gegeben hat oder Lackschichten im Griffbereich aufgebracht worden sind, um die Dickenmessung zu beeinflussen (was ja an anderer Stelle explizit erlaubt ist).
Warum der niedrigste Wert benutzt werden sollte, verstehe ich überhaupt nicht, dann baue ich einen nach oben ebenen Belag mit einem viel zu dicken Schwamm drunter, der an einer Stelle gerade noch die erlaubte Dicke hat?
Warum sollte denn bei einem Noppengummi auf die Ebenheitsprüfung verzichtet werden? Man kann doch hier aus der Hochzeit des Noppentunings die irrsten Geschichten nachlesen - unregelmäßig veränderte Noppen, unregelmäßig ausgeschliffene Hölzer um den Ballabsprung schwerer vorhersagbar zu machen, ungleichmäßig verklebte Beläge, Verwendung unterschiedlicher Schwämme. Noch ein paar dicke Kleberbrocken unter der Belagsmitte gefällig? Bremsschwamm nur in bestimmten Bereichen drunter? Ein Verzicht auf die Ebenheitsmessung wäre auch von einem anderen Standpunkt aus nicht sinnvoll - wieso sollte bei ein NI-Spieler das OG eben sein, bloß weil er das OG invertiert spielt? Bloß weil er tunen kann? Die Regeln zur Ebenheit gibt es schon länger, als das Tuningverbot. Das OG ist aoch nur ein Aspekt der Ebenheit - ein völlig verzogenes Holz oder eine unregelmäßige Kleberschicht haben doch auch ihren Anteil an einer Unebenheit.
Trotz allem, und das habe ich ja schon mehrfach gesagt, finde ich die Grenzwerte für die Unebenheit sehr knapp angesetzt.
Und zu guter Letzt:
Glattheit/Reibung ist nur eine
Zulassungseigenschaft, keine derzeit zu kontrollierende
Spieleigenschaft. "Zu glatt" kann nur relevant werden, wenn zusätzlich es eine Verfärbung oder Unregelmäßigkeit /Unvollständigkeit des Belages gibt, oder eine Nachbehandlung unterstellt wird.