Einzelnen Beitrag anzeigen
  #86  
Alt 18.10.2003, 15:49
erwin20 erwin20 ist offline
registrierter Besucher
Foren-Neuling
 
Registriert seit: 16.10.2003
Beiträge: 7
erwin20 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Re: Bis 11 ist genial

Zitat:
Zitat von Nacki
1.
...
2.
11:5, 11:5, 11:8 und 11:3 macht 65 Ballwechsel
21:2, 21:2 und 21:2 macht 69 Ballwechsel
.... mit der Zählweise bis 11 sind also weniger Ballwechsel erforderlich, um das Spiel glatt zu entscheiden. Das bemängelt Erwin20, weil es ihm aus verschiedenen Gründen nicht gefällt:
a)
konditioneller Aspekt gerät etwas mehr in den Hintergrund
b)
man spielt selbst weniger Bälle in einem Spiel
c)
aus b) könnte man noch ableiten, daß einem als Zuschauer ebenso weniger Ballwechsel geboten werden
Genau so ist es! Ein 4:0 Sieg ist nichts anderes als ein früherer 2:0 Sieg, also fehlt damit ein ganzer Satz. Bei Best Of 5 ist es zwar nicht ganz so schlimm, aber ca. 20% weniger Ballwechsel sind es auch.
Zu den Zuschauern:
Zuschauer, die sich TT hauptsächlich wegen der Spannung anschauen, bekommen jetzt natürlich mehr geboten. Solche, die sich Spitzen-TT anschauen, um auch attraktive Ballwechsel zu erleben, kommen immer weniger auf ihre Kosten. Mir gefällt ein Spitzen-Ballwechsel beim Stand von 0:0 genauso gut wie bei 10:10. Die technische Darbietung ist doch das, was den wahren TT-Fan erfreut und nicht der Nervenkitzel! Spannung ist zwar auch wichtig, braucht aber wirklich nicht absolut in den Vordergrund gestellt werden. Auch bei Sätzen bis 21 gab es viele spannende Spiele (z.B. Schöler - Ito im WM-Finale 1969, sofern sich noch jemand daran erinnert)
Bei der 11er Regel kommen leider 2 Sachen zusammen, die sich nicht kompensieren:
1. Die Ballwechsel sind allgemein kürzer geworden, z.T. auch direkt von den kurzen Sätzen beeinflusst. Jeder versucht, sein Spiel möglichst schnell durchzuziehen.
2. Die Anzahl der Ballwechsel ist - wie ausreichend ausgeführt - drastisch kleiner geworden.
Folge: Der Zuschauer bekommt wesentlich weniger geboten als früher (sofern er nicht - wie heute modern - nur seinen "Kick" sucht, sondern sich auch an der Ästhetik des Sports erfreut). Als Spieler stehen für mich zwar nicht die Zuschauer im Vordergrund, aber war es nicht die Attraktivität des TT-Sports, die man mit der neuen Regel erhöhen wollte? Das ist damit aber gründlich in die Hose gegangen.
Erwin

P.S.: Noch ein kurzer Nachtrag zum Spassfaktor: Ich war heute in den Bergen bei Traumwetter. Macht irgendwie deutlich mehr Spass, als sich bei den TT-Punktspielen zu frusten!

Geändert von erwin20 (18.10.2003 um 19:28 Uhr)
Mit Zitat antworten