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Alt 25.11.2011, 23:22
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AW: Butterfly Keyshot light vs. Keyshot alpha

Das Konzept eines weichen Anschlags bei relativer Steifheit gibt es ja in verschiedenen Abstufungen. Spark, WSC, KSL - alles sehr erfolgreiche Hölzer, wenn auch vielleicht nicht in den höchsten Spielklassen. Cofferlait, Innerforce AL, Stock und BBC 9-10-9 füge ich mal als Exoten noch hinzu. Je nach Auslegung unterschiedliches Grundtempo, einen anderen Tempobereich, in dem sich das Holz linear spielt usw. Mein (etwas laienhaftes) Konzept gleicht deinem - die Energie bleibt im Deckfurnier, das durch das Arylate bedämpft, aber auch vom Kern entkoppelt wird. Hierdurch biegt sich und vibriert das gesamte Blatt relativ wenig (gerade auch wenn der Kern dicker dimensioniert ist), auch bei härteren Schlägen, mit der Konsequenz, dass die Streuung beim geraden, schnelleren Spiel/beim Schießen im Vergleich zu ähnlich schnellen Vollhölzern, kleiner bleibt, vielleicht aber auch die Ballkontaktzeit mit zunehmendem Tempo kleiner wird. Das Spielgefühl im langsameren Geschwindigkeitsbereich bleibt jedoch erhalten. Beim Vollholz wird die Energie eher über stärkere Vibrationen oder eine Verbiegung abgeführt, bei erhaltenem langen Ballkontakt bei hohem Tempo - TS kann bzw. muss auch in den höheren Tempobereichen gespielt werden, Präzision von Schuss, Block, Konter fällt dafür ab. Das ist dann Geschmackssache. Parallelen sehe ich weiterhin zur Frage, wie ich eine Gesamtdicke eines Holzes bei konstanter Holzart auf Kern, Sperre und Decke aufteile, oder wie ein dickerer Kern bei geringerer Gesamtdicke (z.B. Sperre weglassen) trotzdem ein steiferes, schnelleres und leichteres Holz ergeben kann. Ich werde demnächst nochmal im TT-Manufaktur-Thread berichten... Finde ich sehr spannend, diese Konstruktionsprinzipien, auch wenn es hier etwas OT wird, ich werfe auch nochmal das umgekehrte Prinzip auf - hartes Deckfurnier mit dickem, weichem Kern, wie z.B. beim BBC Fiddler, wo dann die Spieleigenschaften auch stark von der Dimensionierung des Kerns abhängen.
Nur am Rande: die Frequenz und die Steifheit haben sicherlich Zusammenhänge, aber "höher ist auch steifer" gilt wohl nur für prinzipiell ähnliche Konstruktionen.

Geändert von Setz-It (25.11.2011 um 23:31 Uhr)
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