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Alt 01.12.2011, 12:19
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_Serafin_ _Serafin_ ist offline
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Zitat:
Zitat von Frank Schmidt Beitrag anzeigen
Um die Zahlen richtig einschätzen zu können wäre interessant, diese Entwicklung auch für andere Sportarten zu sehen. Ich kann nicht einschätzen, wie groß die Abriebe durch solche Dinge sind, wie dass es beispielsweise immer mehr Sportarten und Verbände gibt. Um eine finale und fundierte Interpretation der Zahlen abgeben zu können, müsste man die prozentualen Rückgänge mit den prozentualen Entwicklungen anderer Sportarten vergleichen.
Wenn ich jetzt 500 Verbände mehr habe als vor 20 Jahren, ist klar, dass Rückgänge zu verzeichnen sind, da sich die (im Übrigen generell auch rückläufige) Bevölkerung auf mehr Verbände verteilt. In den letzten 5 Jahren hatten wir übrigens auch einen Bevölkerungsrückgang von 700.000 Bürgern zu verzeichnen.

Auf den ersten Blick sehen die Statistiken alarmierend aus. Auf den zweiten Blick komme ich jedoch zu dem Schluss, dass diese Zahlen ohne Referenzgrößen erst mal einen Aussagewert haben, der gegen Null konvergiert.
Dem stimme ich voll und ganz zu! Ohne Referenzen kann man die Statistik nicht interpretieren bzw. die Rückgänge der Mitglieder in einen sinnvollen Bezug setzen.

Zum DTTB: Unser Dachverband macht sich schon seine Gedanken, wie man Spieler/innen zum TT animieren kann. Dafür gibt es sehr viele Angebote, die die ausgearbeitet haben. Das Problem ist nur, dass es anscheinend zu wenige Vereine in Anspruch nehmen. Hier werden vom DTTB ANGEBOTE ausgearbeitet, aber trotzdem muss der Verein sich diese Angebote abholen! Also bedarf es da auch jemanden, der aktiv wird und sich entsprechend an den DTTB wendet. Schließlich kann dieser nicht zu jedem Verein hingehen, das Konzept vorstellen und am besten gleich noch durchführen. Initiative der Vereine gefragt!!!


Das nächste Problem ist wohl die Konzeptlosigkeit der Vereine! Die Kinder sind früher halt in die Halle gekommen, wenn man mal kurz nen Zweizeiler in der Zeitung hatte. Das funktioniert heute aber nicht mehr. Es gibt da auch genug Beispiele für Vereine, wo es mit einem geeigneten Konzept funktioniert (Bsp. Borussia Münster).

Und ich möchte eine weitere Diskrepanz aufzeigen:
Um ein einigermaßen vernünftiges Training anbieten zu können, sollte zumindest ein Trainer vorhanden sein, der die C-Trainer-Ausbildung absolviert hat. Die Lizenz kostet natürlich ein wenig Geld, viel höher sind allerdings die Kosten, die der Trainer anschließend durch seine Trainingsstunden "verursacht". Hier bewegen sich nach meiner Erfahrung die Kosten ab 10 Euro aufwärts pro Stunde, z.T. zzgl. Fahrtkosten. Das ist eigtl. nicht viel mehr als eine Aufwandsentschädigung.
Dennoch: Ein Trainer, der mit 10 Euro bezahlt wird und 2 x 2 Stunden pro Woche Training macht, ist ein Kostenfaktor von 160 Euro im Monat.
Und hier sehe ich das Problem bei vielen Vereinen, das nur Mindest-Mitgliedsbeiträge für das Training genommen werden. Das sind je nach Verein vlt. 3-5 Euro (auf dem Land, ergo: bei kleinen Vereinen) pro Monat. Folglich braucht man mal eben mindestens mehr als 30 Mitglieder, um überhaupt die Kosten für einen Trainer decken zu können. Und dann fällt natürlich noch viel mehr nebenbei an.
Fazit: Viele Vereine scheuen davor zurück, Geld für eine ordentliche Leistung zu verlangen! Natürlich muss für eine Erhöhung der Beiträge dann auch die Leistung des Trainers / des Vereins stimmen. Aber wenn das gegeben ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Vereinsmitglieder nicht bereit sind auch dafür zu bezahlen, dass sie ordentlich betreut werden.
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