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Alt 02.12.2011, 17:16
Balian Balian ist offline
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Balian ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Mitgliederrückgang hält an!

Vor 6 Jahren hat der gute Rudi Endres schon mal so einen Thread gestartet... und geändert hat sich nichts. Vieles, was von dem hier gesagt wurde stimmt: die demographische Entwicklung, die Veränderungen im Freizeitverhalten und die fehlende Integration von Hobbysportlern.

Was er aber - damals wie heute - verschwiegen hat, ist dass die Ausgangszahl des Jahres 1989 der absolute Spitzenwert ist und es gute Gründe gibt, warum dieser nicht der richtige Maßstab ist:
  1. 1989 war das Jahr der TT-WM in Dortmund, die damals ein echtes Mega-TV-Ereignis war und Rosskopf und Fetzner zu echten deutschen Idolen hat werden lassen.
  2. 1989 war das letzte Jahr, in dem die Zahlen der DDR-Sportler mitenthalten sind. Mit dem Zusammenbruch des Systems und der Umstellung auf zu zahlende Mitgliedsbeiträge sanken auch bei anderen Sportverbänden im Jahre 1990 die Mitgliederzahlen.
  3. Die steigenden Verbandsbeiträge, die die Vereine leisten mussten, führten in den 90er Jahren zu einer deutlichen Bereinigung der gemeldeten Mitglieder: schließlich wollte niemand mehr für Karteileichen bezahlen.
  4. Ein ähnliches Phänomen erfolgte vor fünf bis síeben Jahren mit der flächendeckender Einführung von click-tt. Auch hier konnten die Vereine durch die Nichtmeldung der Aktiven, die nicht am Punktspielbetrieb teilnehmen, Geld sparen
.

Interessant zu sehen, ist dass die Anzahl der gemeldeten Mannschaften (zumindest im Herrenbereich) vielfach deutlich weniger gesunken ist als die Zahl der Aktiven. Die Gründe für die sinkenden Mitgliederzahlen sind auch rein statistischer Natur..... und da arbeiten die anderen Verbänden mit ihren Mitgliederzahlen deutlich offensiver.

Hobby-Golfer - wie meine Wenigkeit - müssen mittlerweile Mitglied in einem deutschen Verein sein, sonst kommen Sie hier auf keine Anlage. Die Schützenvereine hingegen sind bekannt dafür nicht nur zahlende Mitglieder zu benennen. Hier ist der Begriff Karteileichen wortwörtlich zu nehmen, da Mitglieder auch nach ihrem Ableben in der Statistik geführt werden.
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