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Alt 19.12.2011, 18:10
HSV HSV ist offline
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AW: Brauchen wir einen (solchen) Bundespräsidenten?

Zitat:
Zitat von Balian Beitrag anzeigen
...

Wer immer in der Politik aktiv ist, der hat eine Vergangenheit und Heiligenscheine und ganz blütenreine Westen hat es nie gegeben. Also laßt die Kirche im Dorf: nicht einmal der politische Gegner hat bisher enrsthaft den Rücktritt gefordert.
Genau genommen ist er meilenweit davon entfernt, in seinem jetzigen Amt einen politischen Gegner zu haben.

Jetzt mal Butter bei die Fische:

Er hat versucht, gaaaaanz galant an einer Lüge vorbeizuhuschen. Man kann auch sagen: er hat gehofft, mit SEINER Interpretation von Wahrheit bzw. Nicht-Lüge durchzukommen. Denn - so dumm ist er dann doch nicht - ihm war wohl klar, dass das wohl NUR SEINE Interpretation sein würde.

Und wie ist das heutzutage glücklicherweise? Kommt häufig raus, der Mist.

So und nachdem das passiert ist, sind Tage vergangen. Mit welcher Reaktion Wulffs? Und nach Taaaagen kommt dann das Eingeständnis, dass er verstehen könne, dass das Ganze überhaupt zu Diskussionen führen konnte. Ja aber warum denn? Ist doch alles legitim, oder?

Mal anders gefragt: wir stellen uns vor, CW wäre noch immer MP in Niedersachsen. Dann kommt das Ganze raus. Es wird diskutiert und man beurteilt das abschließend. Völlig egal, mit welchem Ergebnis.

Wie groß wären anschl. die Chancen für CW, Bundespräsident zu werden? Falls = null = warum? Falls = echt gut = echt?

Als Bundespräsident hat man unfassbar gute Chancen, in der Beliebtheits- und vor allem Anerkennungs-Skala ganz schön weit nach oben zu kommen. Wenn man Volkes Sprache spricht. Viele, viele Monate hatte er Gelegenheiten ohne Ende, sich zu profilieren. Das Amt zu füllen. Was war?

Und in diese Null-Profil-Phase schneit das jetzt hinein. Gibt es da etwas miteinander abzuwägen? Etwas, bei dem man sagen kann: oh jo, war nicht so clever, aber dafür gibt es das, das, das und das.

Man kann ja noch nicht mal sagen, er hätte das vergessen. Man kann noch nicht mal sagen, er wäre schusselig. Nein, jeder Mensch weiß, dass er das aus taktischen Gründen besser mal unerwähnt gelassen hat. Und nun aber doch einräumt, dass er es hätte mal erwähnen können. Ja aber warum denn?

Viele von uns, das glaube ich einfach mal, würden dort nicht bleiben, wenn sie das Gefühl hätten, unerwünscht zu sein. Von der Bevölkerung. Wir würden gehen. Wir würden nicht fragen, ob wir gehen müssten. Nein, wir würden gehen. Damit wir auch morgen noch in den Spiegel gucken können und uns sagen könnten: "Mensch, war echt nicht clever, war sogar doof. Das disqualifiziert mich definitiv nicht als Menschen, aber als Bundespräsident. Denn wer soll mir zuhören, wenn ich über Dinge wie Moral und Anstand spreche? Wie soll ich Bundesrichter ernennen, wenn ich selbst in der Bedrängnis nur das zugebe, was man mir nachweisen kann?"

Geändert von HSV (19.12.2011 um 18:49 Uhr) Grund: Ein "mit" zuviel.
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