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AW: Keine Lust mehr dank des tollen TTRs
Das wird ja immer absurder. Langfristig und mathematisch stimmt das sicherlich - logisch. Dummerweise ist die Realität eine Andere, da werden schon kurzfristig Konsequenzen aus der langfristig zu erwartenden Entwicklung fällig. Wir sind hier nicht in einer Spieltheorie-Vorlesung, wir sind hier beim Sport - einem relativ schnellen, angeblich!
Betrachten wir nun zu Beginn einer Saison zwei gleichstarke Spieler einer Mannschaft. Wir haben im Normalfall in dieser Saison eine Stichprobenmenge von im Normalfall 2*9*2=36 Ereignissen. Mathematisch gesehen eine sehr kleine Zahl, da ist mit Statistik eigentlich nicht wirklich allzu viel möglich. Der zweite dieser Spieler spielt zusätzlich noch "Senioren" mit zusätzlichen (in unserem Fall) 2*7*2=28 Spielen. Also fast doppelt so viele Ereignisse wie der erste Spieler. Und da soll sich bei so wenigen Ereignissen irgend etwas schon ausmitteln? Halte ich für ein Gerücht, die Wahrscheinlichkeit dafür kann ja mal jemand ausrechnen. Würfel doch einfach mal so oft und notiere, wie oft welche Zahl kommt. Dass da eine schon eine Gleichverteilung entsteht ist eher unwahrscheinlich - da braucht es sehr viel mehr Ereignisse.
Und das mittelt sich auch erst sehr langfristig aus, denn durch die erzwungenen Umstellungen - bis hin zu mannschaftsübergreifenden - werden die Rahmenbedingungen erst mal ungleicher. Der eine Spieler kann weniger Punkte hinzugewinnen da er im Schnitt gegen schwächere Gegner spielen kann als der andere. Also braucht das System lange um einzuschwingen - immer unterbrochen eben durch Aufstellungen, die die Einschwingvorgang "beeinflussen".
Und jetzt nochmal die Frage. WOZU braucht es so ein komplexes System genau? Nur um ein paar Aufstellungen scheinbar gerechter zu machen?
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Es reicht nicht, ein guter Spieler zu sein – man muss auch noch gut spielen. Dr. Siegbert Tarrasch
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