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Alt 03.01.2012, 12:55
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HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)HSV genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)
AW: Brauchen wir einen (solchen) Bundespräsidenten?

Zitat:
Zitat von Brett13 Beitrag anzeigen
Eines der Dinge womit ich große Probleme habe, ist das händeringende Suchen nach den sogenannten Lichtgestalten...

Letztendlich werden dabei nur Selbstdarsteller zu Tage gefördert, die medienwirksam und rhetorisch sicher Reden schwingen, die sie nicht mal selbst geschrieben haben

Ein buckliger Kleinwüchsiger mit Fistelstimme, der beim Sprechen auch mal ins Stocken gerät hat heutzutage keine Chance mehr. Das er für manches Amt die Bestbesetzung wäre spielt dabei keine Rolle mehr. Deutschland ist halt im DSDS-Fieber und da muss zu erst mal die Medientauglichkeit stimmen, wenn man in die engere Wahl kommen will

Silvana Koch-Mehrin
Karl-Theodor zu Guttenberg
Christian Wulff

wären bei Dieter Bohlen sicher auch ganz vorne gelandet...
Das machste Dir ein wenig zuuuuu einfach.

Natürlich ist der Inhalt entscheidend. Aber er muss auch vermittelt werden können. Er muss so gesagt werden, dass er gehört wird. Ansonsten wäre der Inhalt belanglos, da er nicht in die Köpfe der Zuhörer gelangt.

Dass das Gesamtpaket nicht immer wichtig ist, sieht man doch an Angela Merkel. Der gelingt es, in ihrer Neujahrssprache in fast jedem Satz das falsche Wort zu betonen. Jeder, der das Wort "Rhetorik" überhaupt schreiben kann, dürfte nach dieser Ansprache unter Kopfschmerzen gelitten haben. Bei ihr ist das aber nicht so wichtig. SIE wird nach Inhalten und Handlungen beurteilt. Und das ist nicht nur gut so; das ist auch wichtig und absolut richtig.

Aber einem Bundespräsidenten muss man zuhören (wollen) und dann verinnerlicht man auch das Gesagte. Und dieser Bundespräsident muss in seinem bisherigen Leben bewiesen haben, unzweifelhaft bewiesen haben, dass er integer ist. DANN kann es dazu kommen, dass die Bevölkerung

1) erst zuhört,

2) das Gesagte verinnerlicht und im Idealfall

3) danach handelt. Es zumindest miteinfließen lässt.

Zum 2), geschweige denn 3) Punkt wird es mit Sicherheit nicht kommen, sofern 1) nicht erfüllt wird.

Wenn jemand gefunden wird, der bucklig, häßlich und mit Pickeln übersät ist, dem man aber zuhört, ist alles gut. Denn wie es ihm gelingt, sich Gehör zu verschaffen, ist seine Sache. Das dann auf DSDS-Niveau zu reduzieren, wird in meinen Augen der Sache nicht gerecht.

Da fällt mir Paul Potts ein...

Geändert von HSV (03.01.2012 um 12:57 Uhr)
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