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Alt 11.01.2012, 13:24
Jörg T. Jörg T. ist offline
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AW: ANDRO Hexer HD

Ich möchte hier mal meine Eindrücke vom Hexer HD beschreiben:


Testbelag: Hexer HD schwarz 2,1 mm

Der neue Belag von andro zeichnet sich vor allem durch seinen äußerst flachen Ballabsprung aus. Der Vorteil dieses flachen Ballabsprungs liegt ganz klar im Block. Die Gefahr, dass der Blockball nach hinten über die Platte „wegspringt“ ist sehr gering, der Block sehr gut kontrollierbar. Auch der aktive Konterblock gelingt dadurch recht sicher. Bei hohen Topspins des Gegners, die ich schießen wollte, ist es mir am Anfang sogar mehrmals passiert, dass ich sie ins Netz geschossen habe, da der flache Ballabsprung den Topspin des Balles deutlich entschärft.
Der Schwamm des Hexer HD ist im harten Bereich anzusiedeln. Wie üblich bei härteren Belägen hat das den Vorteil, dass bereits durch kurze Ballberührung viel Schnitt erzeugt werden kann, wodurch u.a. bei der Angabe Vorteile entstehen.
Die ganze Stärke des Hexer HD zeigt sich beim druckvollen Spiel nah an der Platte. Durch den flachen Ballabsprung und den harten Schwamm gelingen Gegentopspins mit kurzer Bewegung besser als mit den meisten anderen Belägen. Von weiter hinter der Platte fehlte mir etwas die Energie im Belag, um auch hier noch druckvoll ziehen zu können.
Der Nachteil des flachen Ballabsprungs ist der fehlende „Bogen“ im Tospin. Von der Flugkurve ähnelt der Topspin einem Konter: Der Ball fliegt sehr gerade. Das macht den Tospin für den Gegner berechenbarer. Auch wenn der Hexer HD recht schnell ist (allerdings scheinen mir die Herstellerangeben bzgl. der Geschwindigkeit etwas zu hoch gegriffen) war der Topspin daher für den Gegner oft leicht zu retournieren. Gute Platzierung empfiehlt sich daher eher als viel Spin in den Ball zu bringen.
Der Belag ist relativ schnittunempfindlich, was u.a. beim Return positiv spürbar ist.
Der Hexer HD ist sehr schwer, bedingt durch den harten Schwamm.
Der in der Herstellerbeschreibung angesprochene „starke Frischklebe- und Katapulteffekt“ kommt erst zum Vorschein, wenn der Ball sehr tief in den Belag eindringt. Bei harten Tospinschlägen ist die Beschleunigung dann spürbar; bei „soften“ Topspins fehlte mir die Energie im Belag – hier schien mir nur wenig Schnitt in den Ball zu kommen.
Als Fazit lässt sich festhalten, dass der Belag sehr gut geeignet ist für Block- und Konterspieler sowie für harte Endschläge. Variantenreiche Topspins profitieren hingegen wenig vom dem Belag.

Persönlich bin ich mit dem Belag nicht wirklich „warm“ geworden. Das lag vor allem daran, dass mir der Belag relativ schwer zu kontrollieren schien, im Verhältnis dazu aber nicht besonders schnell war. Vielleicht fehlte mir aber auch einfach das Gefühl für einen derart harten Belag, wo ich sonst eher medium harte Beläge bevorzuge.
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