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Alt 21.01.2012, 14:11
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Mephisto Mephisto ist offline
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AW: Keine Lust mehr dank des tollen TTRs

Es war einmal eine kleine Region mit kleinen Gruppen, in der Sport mit einem Zelloloidball und mit gummibezogenen Schlägern getrieben wurde. Da dies in organisierter Wettkampfform geschehen sollte, um sich mit gleichgesinnten vergleichen und sich anschl. auch mal auszutauschen zu können, musste eine Organisationsform gefunden werden. Da das nicht von selbst geht, wurde ein Organisationsform mit Mitarbeitern gegeründet, die von den Mitmachenden per Beitrag finanziert wurden. Die Mitmachenden dürfen aber auch itentscheiden, wie das alles organiseirt wird. Schnell merkte man, dass in anderen Regionen von ganz unterschiedlicher Größe und mit anderen Rahmenbedingungen es ähnliche Ideen gab. Man vernetzte sich, um auch in einem größeren Rahmen sich auszutauschen und zu vergleichen. In jeder Region gibt es andere Haltungen, andere Verwaltungseinheiten je nach Größe, ein anderes Verhältnis zum Ehrenamt, andere Preise, ein anderes Lohnniveau, andere Milieus und unterschiedliche Vorstellungen, in welchem Umpfang der Spielbertrieb organisiert werden soll und welche Aufgaben sonst noch anstehen (welche Priorität haben Weiterbildung und Jugendarbeit, sollen diese subventioniert werden?) und zu bewältigen sind und aus was für einem Verhältnis aus Ehren- und Hauptamt sind diese zu bewältigen. Im Laufe der Jahre rückt die Gummischlägerwelt näher zusammen dank des technischen Fortschritts und die Anforderungen an Informationen und Vergleichbarkeit der vorigen Inseln wächst. Jetzt hat natürlich jede Insel ihre Geschichte. Und jeder, der diese Geschichte auch nur ein stückweit mitgeschrieen hat, glaubt, dass seine Insel am besten ist und dass im Zweifelsfall die anderen Inseln dem Beispiel der eigenen Insel folgen sollten. Nebenbei hängen dort noch manchmal andere Einzelinteressen dran. Dabei werden Vergleiche gezogen, die aber aufgrund oben beschriebener unterschiedlicher Haltungen und Ausgangssituationen nicht vergleichbar sind. Hilfreich wäre ein Verständigungsprozess, ob es eigentlich ein gemeinsames Ziel gibt und Anerkennung und Betrachtung der einzelnen Inselgeschichten. Und dann muss irgendwann eine Entscheidung in einer so großen und komplexen Organisationsform fallen. Wollen wir bei unseren Insellösungen bleiben oder näher zusammenwachsen. An der Stelle würde auch mal ein Perspektivwechsel helfen, statt täglich zur Lesestunde einzuladen und täglich die selbe Inselgeschichte vorzulesen.

Wenn jemand mal zuviel Zeit hat, kann er ja mal eine Mega-Excel-Liste mit allen anstehenden Gebühren und dem verlauf der letzten 5-10 Jahre erstellen. Diese nutzt rein gar nix, wenn nicht genau feststeht, für was genau zum jeweiligen zeitpunkt die Gebühren verwendet wurden. Diese nützt ebenfalls nix, wenn nicht die regionalen Besonderheiten (Bsp. sozialer Rahmen) und die Verwaltungsform näher betrachtet werden. Eigentlich ist das fast gar nicht darstellbar und nur äußerst schwer vergleichbar.

Und genau da ärgert mich an dieser debatte hier manchmal, dass permanent "Äpfel mit Birnen" verglichen werden und dadurch in einem inneren Diskurskreis in Sachzwängen debattiert und zerredet wird, statt sich in einem äußeren Diskurskreis erst einmal über das eigentliche Ziel zu verständigen und eine positive Vision (oder eben nicht) zu haben, die es dann umzusetzen gilt. Wenn das nicht gewollt ist, dann würde der Berliner sagen "Ich wünsche Dir ein schönes Leben" (auf Deiner Insel). Argumente werden übrigens nicht besser oder schlechter, wenn man sie permanent wiederholt, um einen Diskurs dadurch zu prägen. Ich finde das eher einen verzweifelten Versuch, die Diskurshoheit zu bekommen. Wenn hier weiter die eine Inselgeschichte in Endlosschleife wiederholt wird, dann klinke ich mich wohl lieber hier aus ...
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Mephisto
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