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Alt 30.10.2003, 13:32
MagicBackhand MagicBackhand ist offline
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Re: Eklat in der Kreisklasse

Zitat:
Zitat von Fozzi
Zwei Beispiele zu einem Thema, dass man eh nicht abschließend behandeln kann:

1) Hatte in der 2ten KK einen Gegner, der einen 20 jahre alten Sriver auf der RR hatte. Der war so glatt wie ein Anti und er konnte mit dem Material echt gefährlich spielen. Natürlich ist das Material nicht regelgerecht ... also was tun?

Ich muß echt sagen, dass es mir einfach zu affig ist, sowas zu reklamieren ... (den was währe die Konsequenz?) auch wenn sich der Gegner deutlich einen Vorteil verschafft (denn ich bilde mir ein, auch mit dem Vorteil umgehen zu können - der bessere wird gewinnen)

2) Mein Gegenspieler macht Aufschlag, ich ziehe durch - Punkt. Der Aufschläger reklamiert, der Aufschlag sei Netz gewesen. Der Schiri hat es nicht gesehen - ich bin mir nicht sicher, habe aber das Gefühl was gehört zu haben. Was macht man? Wiederholung! Wiederholung ist aber im Regelwerk gar nicht vorgesehen???

Egal, Wiederholung ist die fairste Lösung wenn sich alle einig sind!
Fozzi, was ist denn schon fair? Dieses Wort kann man doch kaum mit einem allgemeinverbindlichen Inhalt füllen. Man kann "fair" auch durch "gerecht" ersetzen, dann wird der eigentliche Kernpunkt deutlich. Wir diskutieren hier darüber, welches Verhalten während eines Spiels nun das beste ist. Wenn hier jeder seine eigenen Maßstäbe anlegt, dann gibt es ein unglaubliches Durcheinander. Und da jeder von seinem Fairnessbegriff überzeugt ist, verhärten auch die Fronten. Genau aus diesem Grunde gibt es ja sowas wie ein Regelwerk oder Gesetze. Sie legen fest, was jetzt fair ist und was nicht. Es ist in der Natur der Sache, daß sich nicht jeder dort wiederfinden kann. Nichtsdestotrotz sind nunmal solche Regelwerke verbindlich und absolut notwendig. Sie schaffen Vorhersehbarkeit und Ordnung. Wenn sie auch einem selber ein bestimmtes nicht gewolltes Verhalten auferlegen, verlangen sie dasselbe auch von den anderen. Nur so kann man überhaupt sein Verhalten aufeinander abstimmen. DAs setzt aber voraus, daß jeder Beteiligte sich auch daran hält.

Deswegen bleibe ich dabei: Bevor mir nicht einer hier eine brauchbare allgemeingültige Definition von Fairness geliefert hat, ist erstmal das fair, was die Regeln erlauben bzw. vorschreiben. Denn darauf muß sich der Gegner einlassen und darf sich auch auf die Einhaltung verlassen. Ausnahmen bestätigen die Regeln. Es gibt sicherlich Situationen, in denen Regeln zugunsten höherrangiger Interessen geborchen werden müssen. Das sind aber Sonderfälle. Der von Jancsi beschriebene Fall paßt sicherlich nicht darein. Schiri Gnadenlos hat sich absolut fair verhalten.
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Gazelle 2.0
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