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AW: TTBL | 1.Bundesliga Herren 2011/2012
John Burgess bedient meiner Meinung nach eigentlich zwei Zielgruppen ziemlich gut: zum einen diejenigen, die mit Tischtennis gar nichts am Hut haben (wohl ein verschwindend geringer Teil der Zuschauer) und zum anderen diejenigen, die keinen Wert drauf legen, jeden Ballwechsel vom Kommentator nochmal erklärt zu bekommen. Zur letzteren Gruppe würde ich mich selbst zählen. Was im Spiel passiert sehe ich ja, dazu brauche ich keinen Kommentator. Daher finde ich es grundsätzlich immer gut, wenn man im Kommentar Zusatzinformationen bekommt, die mit dem aktuellen Spielgeschehen nicht viel zu tun haben - oder halt irgendeine Form der Unterhaltung, die mit der Begeisterung von Burgess beim Kommentieren gegeben war.
Grundsätzlich schau ich mir ein Bundesligaspiel auch ganz anders an als ein Spiel bei dem ich beispielsweise betreuen muss. Das eine ist eine viel konzentriertere Form des Zuschauens, die auch eine möglichst genaue Analyse zum Ziel hat, das andere ist für mich eine Form der Unterhaltung, bei der es mir darum geht, so wenig wie möglich nachzudenken und mich einfach möglichst "seicht" berieseln zu lassen. Zu sachliche Analysen und zu genaue Informationen zu Taktik beispielsweise finde ich dabei eher als störend.
Ich denke, das ist aber auch davon abhängig, wie viel oder wenig man sich insgesamt mit Tischtennis beschäftigt. Bei mir ist es beispielsweise so, dass im Schnitt pro Tag 3-4 Stunden für diverse Tischtennistätigkeiten draufgehen und ich bei einer Bundesligabegegnung dann froh bin, einfach mal etwas abschalten zu können. Ich hab den Eindruck, dass es bei Leuten, die weniger Zeit mit Tischtennis verbringen eher so ist, dass sie ein Bundesligaspiel "intensiver" erleben wollen und sich mehr mit Technik, Taktik usw. beschäftigen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Wie ist das bei euch?
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