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  #1584  
Alt 26.01.2012, 16:26
User 17544 User 17544 ist offline
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AW: Richtlinie zur Schlägerkontrolle im DTTB

Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Ich auch. Aber das ist doch nicht toll oder erstrebenswert, dass es so viele (Regel-)ignorante Spieler gibt.
Mich würde mal interessieren, ob es andere, eventuell vergleichbare Sportarten gibt, bei denen die Spieler eine ähnliche Einstellung den Regeln gegenüber an den Tag legen und praktizieren wie beim TT.
Mir will auf Anhieb keine Sportart einfallen, bei der es eine ähnliche Spielmaterial- sprich Schlägerproblematik gibt.

In sofern sollte man diesen nun mal nicht von der Hand zu weisenden Problemen der Spieler schon Verständnis entgegen bringen. Tut man ja in letzter Zeit auch verstärkt. Auf Turnieren bei denen Schlägerkontrollen stattfinden, wir schon weit im Vorfeld versucht auf die Problematik hinzuweisen. Es werden dort auch immer freiwillige Schlägerkontrollen angeboten.

Allerdings ist es in meinen Augen immer noch mehr als traurig, dass Spieler sich immer noch nicht darauf verlassen können, dass ein frisch aus dem Laden geholter Schläger tatsächlich den Regeln entspricht.

Bei den Preisen, die mittlerweile neue Gummis kosten, sollte eine anständige Endkontrolle eigentlich immer möglich sein. Ebenso sollte es möglich sein, dass Spieler defekte oder abgespielte Beläge auch während einer Veranstaltung - gleich ob Meisterschaftsspielbetrieb oder Turnier - auswechseln können. Kleben ist aber ohne ausgewiesenem Kleberaum nun mal grundsätzlich verboten. Ob die angeblich lösungsmittelfreien Kleber halten was sie versprechen, weiß leider auch niemand mit Gewissheit. Dazu kommt wohl immer noch die Problematik der fabrikneuen verpackten Beläge. Die dünsten nicht selten von Haus aus zuviel VOC aus, so dass die Spieler gezwungen sind neue Beläge am besten erst mal 48 h auslüften zu lassen.

Das ist nun mal wirklich keine schöne Situation. Den dabei entstandenen Unmut der Spieler, sollte man da schon verstehen können. Sicher auch keine schöne Situation für die Schiedsrichter. Die haben nämlich nach geltenden Regeln Entscheidungen zu treffen und sind dann aus Sicht des Spielers, der nur neue Beläge mit lösemittelfreiem Kleber montiert hat - also nichts Böses gemacht hat - der Bösewicht.

Eine echte Scheißsituation in diesen Fällen.

Bei spiegelglatten Noppen sieht es natürlich anders aus. Da würde ich mir fast die Hand für abhacken lassen, dass die kein Spieler unbemerkt und völlig unabsichtlich spielt.

Wahrscheinlich hat Noppenzar mit dem was er zu Tunern - also behandelten NI-Belägen - schreibt, in nicht all zu wenigen Fällen recht. Da hört es allerdings für Schiedsrichter auf um dagegen vorgehen zu können. Derzeit gibt es nun mal keine Möglichkeit derartiges auch nur im Ansatz nachweisen zu können. Jeden NI-Spieler deshalb unter Generalverdacht zu stellen hilft halt auch niemandem. Machen Schiedsrichter bei NA-Spieler sicher auch nicht. Da wird ebenso mit den gegebenen Mitteln sachlich geprüft, denn mehr geht nun mal nicht.

Zitat:
Zitat von Snape Beitrag anzeigen
Für Funktionäre vielleicht. Ich spiele lieber mit 100% fairen Sportlern als mit 90% unfairen.
Das ist ganz sicher nicht nur für Funktionäre interessant. Schwindende Mitgliederzahlen sind auch für TT-Spieler unschön. Irgendwann kommt halt der Punkt, an dem man keinen mehr hat, gegen den man spielen kann, bzw ist es erst mal mit immer mehr Aufwand verbunden. Man muss weitere Strecken selbst in unteren Klassen fahren usw...

Schau dir mal den Mädchen/Damen-Bereich an. Das ist jetzt schon dramatisch - finde ich zumindest.

Von daher sollten sich besser alle zusammenraufen. Spieler, SR und Funktionäre. Sitzen schließlich alle im selben Boot.

Sein wir doch mal ehrlich. In den Klassen unterhalb der OL stellt sich während der Meisterschaftsspiele die Materialproblematik doch überhaupt nicht. Klar gibt es da ein paar schwarze Schafe. Grob geschätzt laufen 95 % aller Spiele so ab wie MaikS es beschreibt. Kein Schwein stört sich daran, dass evtl. jemand 'nen Tag vorher mit VOC-haltigem Kleber 'nen neuen Belag draufgeklebt hat, das Holz vielleicht etwas uneben ist, oder im Randbereich ein paar derbere Macken als erlaubt vorzufinden sind. Da fühlt sich auch niemand betrogen. Da redet man gar nicht drüber, sondern man spielt einfach.

Ab der 2. BL sieht es auch schon wieder wesentlich entspannter bei der Materialproblematik aus. Die Jungs und Mädels wissen was auf sie zukommt.

Es ist lediglich der kleine Bereich OL/RL, der ab und an mal mehr "Probleme" macht. Ich schätze mehr in der OL als in der RL. In der OL spielen nun mal zumindest einige Spieler durch Aufstieg Jahr für Jahr zum ersten Mal. Ich habe da z.B. mal wen gesehen, dessen Schläger (NI-Beläge) 'ne ganz derbe Macke ca 2 cm vom Rand entfernt hatte. Da wurde natürlich auch argumentiert, dass das die SR letzte Woche bei den BM nicht bemängelt hätten. Einen Ersatzschläger hatte der auch nicht. Natürlich war der SR für die Spieler der Idi**, weil er es ja war, der den Schläger nicht zuließ. Tja, dagegen ist dann halt kein Kraut gewachsen....

Geändert von User 17544 (26.01.2012 um 16:29 Uhr)
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