Zitat:
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Zitat von tstollen
Ich habe auch schon diverse Antis gespielt. Meistens in Schwarz auf der Rückhand. Am besten fand ich noch den Nittaku Best Anti.
Nur mann muss eines wissen: Wenn man mal höher als Landesliga hinten spielen will, dann kann man die Antis vergessen. Bei den langen Noppen ist die technische Entwicklung soviel weiter gegangen. Lieber dann eine lange Noppe wählen mit der man sicher spielen kann und die vielleicht weniger Flatter hat. Bälle vom Anti kann man egal ob am Tisch oder in der Abwehr durchkontern bzw schiessen. Mit den langen Noppen passiert dass zumindest in der Abwehr nicht so einfach.
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Grundsätzlich stimmer ich Dir durchaus zu, aber:
Ausnahmen bestätigen auch hier wie immer die Regel. Es gibt ganz sicher einzelne Spieler, für die auch höherklassig ein Anti eine Alternative ist - dazu gibt es ja auch hier im Forum bereits Beiträge. Entscheidend ist beim Stör- oder Kontrollbelag die Mischung aus Kontrolle und Störeffekt. Wenn jemand mit nem Anti auch den dritten Ball noch regelmäßig bringen kann, ob von hinten oder blockend, konternd am Tisch, ihm aber mit einer LN deutlich mehr Fehler unterlaufen, kann ein Anti für diesen Spieler die bessere Alternative sein. Am Tisch ist m.E. mit einem Anti wichtig, so aktiv wie möglich zu spielen. Hinzukommt noch, dass Drehen die Gefährlichkeit beim Spiel am Tisch naturgemäß stark erhöht.
In der OL Niedersachsen spielt jemand im oberen Paarkreuz genau so ein Spiel und schlägt immer mal wieder auch wirklich gute Leute. Er hat vor Urzeiten mit nem Feint Soft gespielt und war damit deutlich ungefährlicher als mit dem Anti.
Die Chinesen haben gar vor Jahren bei diversen internationalen Turnieren im Doppel einen Spieler präsentiert, der ein solches Spiel erfolgreich auf internationaler Ebene präsentiert hat - wohlgemerkt in Verbindung mit einer Riesenvorhand.
Also: Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.
@Dr. Block: Freut mich ja, dass sich meine Einschätzung (bis jetzt) bestätigt.
Gruß Tom