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Re: Diskussion: Kürzung der Sportfördermittel
Schlimm fände ich vor allem, wenn der Breitensport unter solchen Kürzungen extrem zu leiden hätte.
Das wäre wieder einmal ein Beweis für Kurzsichtigkeit bei den Kürzungen.
Sport im Verien stellt meiner Meinung nach neben der Gesundheitsvorsorge eine besonders gute Form der Jugend- und Sozialarbeit dar.
Jugendliche, die Vereinssport, am besten auch noch in der Mannschaft, betreiben, sind zum einen "von der Straße", außerdem lernen sie das Verhalten in einer Gruppe und die Übernahme von Verantwortung für das Team. Hier merken sie schnell, wie wichtig es ist, daß sich einer auf den anderen verlassen kann.
Gerade Jugendtrainer müssen in den letzten Jahren immer mehr Erziehungsarbeit leisten - wer hat dazu noch Lust, wenn die ohnehin schon geringen finanziellen Enttschädigungen noch weiter gekürzt werden müsen und wenn man keine vernünftigen Sportgeräte und Sportstätten mehr zur Verfügung hat ?
Natürlich muss in den jetzigen Zeiten gespart werden, aber man sollte sich sehr genau überlegen, was man wirklich kürzen kann und wieviel Geld einen jeder jetzt gesparte Euro in der Zukunft (z.B. für Jugendarbeit ausserhalb der Vereine, höhere Kosten fürs Gesundheitssystem etc.) kostet.
Zu der jetzigen "Mode" in der Politik passt dann auch noch, dass mal weider vor allem sozial schwächere besondere Probleme bekämen.
Wer Geld hat, kann auch weiterhin ins Fitness-Studio, auf den Golfplatz, ins Squash-Center etc. Nur Vereine und Schulsport stehen auch ohne große Kosten jedem zur Verfügung. Sollten aufgrund der Kürzungen nun z.B. Mitgliedsbeiträge enorm steigen, dann würden sich ärmere Familien gerade nach den Kürzungen in anderen Bereichen dreimal überlgenen, ob die Mitgliedsbeiträge für die Kinder noch drin sind.
"Ironie an": immerhin werden die ärmeren Kinder trotz Bewegungsmangels ja nicht zu dick - zu essen gibt´s ja auch weniger !
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