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Alt 03.11.2003, 14:32
Dieterkuhn Dieterkuhn ist offline
Nixkönner
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Dieterkuhn ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Re: Definition eines Abwehrspielers

ich geb dir vollkommen recht.

die vorgaben von dragonspin (wissenschaftliche definition) können einfach nicht
wirklich erfüllt werden, weil es im der "art" von tischtennis liegt, das sich das eigene spielsystem von spiel zu spiel wenig bis sehr viel ändert.

wenn man die vorgabe einschränkt auf eine für die alltagssprache gebräuchliche definition, dann ist deine treffend, genauso wie schon einige andere in dem thread.

ich glaub für eine wiss. def. taugt im grunde nur der so genannte "klassische" abwehrer, der den ball zu 90% zurücklöffelt, egal ob jetzt topspin oder schupfball. die "modernen" abwehrer, wie jo se hyuk, chen weixing, oder damals schon chen xinhua lassen sich einfach nicht in ein solches schema "pressen", da ihr spiel zu variabel ist, und auch die maxime des eigenen spiels (blöde formulierung, kurz gesagt: den gegner zu fehlern verleiten, bzw. unter druck setzen beim angriff) von gegner zu gegner variert. [das soll jetzt kein angriff gegenüber den "klassischen" verteidigern sein]

ich glaube in dem punkt hat auch villert vollkommen recht, die frage nach einer korrekten wisssenschaftlichen definition ist nicht so interessant (ich glaube aus dem genannten definitionen könnte man sich eine def. "basteln", die auch in wissenschaftlicher literatur gut aufgehoben wäre), das sie eben im gegensatz zu einem der wichtigsten (finde ich zumindest) grundprinzipien unserer sportart, der variation des eigenens spiels gegenüber anderen gegnern, das einstellen auf das systems des gegners, geht.

eine frage, die ich in dem von uns diskutieren zusammenhang interessanter finde:
sollte man eher versuchen, sein spielstil immer durch zu ziehen, oder sollte man sein stil auf den jeweiligen gener anpassen (haben wir schonmal bei uns im verein diskutiert, ich bin für zweite variante).
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"Nun, ich habe vor, sie [die Welt] zu erforschen, ohne sie vorher zu definieren!

Richard P. Feynman
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