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Alt 03.11.2003, 21:01
Lucio Lucio ist offline
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Lucio ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Re: Lieber in 4er- oder 6er-Mannschaft ?

In einem Vorbeitrag (in diesem oder in einem ähnlichen Diskussionsstrang :-)
wurde vorgeschlagen (ironischerweise :-) auf Zweier-Mannschaften
umzusteigen. Dann könne man mit dem Mofa
zum Spiel fahren und
man könne sich ganz auf Tischtennis konzentrieren.

Gegenvorschlag:
Laßt uns Zwölfermannschaften einführen, so daß
jeder nur einen Satz spielen muß. Das lästige Tischtennisspielen
ist dann auf ein Minimum reduziert und man kann sich ganz
aufs Beraten, Anfeuern, mit Kollegen Unterhalten, Rauchen,
Kaffee und Kuchen essen etc konzentrieren. Man kann sogar
La Ola zur Anfeuerung der Kollegen zelebrieren.

Scherz beiseite. Meiner Meinung nach sind zwei Fragen
von zentraler Bedeutung:

1) Wieviel Zeitaufwand kann/will man für ein
einzigesTischtennisspiel investieren?
2) Um was geht es eigentlich?

zu 1) Es gibt sicherlich Bevölkerungsgruppen
(Berufstätig, die mehr als 35 h arbeiten; Jugendliche,
die noch andere
Interessen haben; Familienväter),
die nicht Stunde um Stunde
für ein einziges Tischtennisspiel investieren können
und wollen.
Die obigen Gruppen seien nur exemplarisch gennannt.
Es ist mir schon klar, daß auch Personen aus
diesen Gruppen bereit sind,
viel Zeit zu investieren.
zu 2) Es geht doch um Tischtennis. Wir sind nicht
im Fußballverein, nicht
im Schachverein, sondern im Tischtennisverein.
Also wollen
wir Tischtennisspielen - und nicht in der Halle
rumsitzen.
Sonst wäre vielleicht Hallenhalma empfehlenswert.

Aber es ist schon so, wie ein anderer Vorbeitrag bereits aufgezeigt hat.
Es geht im Prinzip nicht um rationale Argumente, sondern um zwei
Philosophien. Da gibt es zum einen die, die das Hauptgewicht auf
das Mannschaftsereignis legen. Die gerne diskutieren, Tips geben,
Kuchen essen und ihre Kollegen unterstützen. Ich möchte sie im
Folgenden "Mannschaftsorientierte" nennen.
Auf der anderen Seite gibt es die, die gerne aktiv Tischtennis
spielen und nicht gerne auf der Bank rumsitzen. Ich möchte sie
"Sportorientierte" nennen.

Kommen wir doch nach diesen Ausführungen zu etwas
vollkommen Neuem - einem Kompromiss nämlich,
der allerdings zugegebenermaßen alles andere als
ausgereift ist (hätte von daher gesehen auch in
"Brainstorming" gepaßt - aber nun gut :-).

Wir spielen mit
(man glaubt es kaum) Fünfer-Mannschaften. Brett 1 und Brett 2
(jetzt nur mal als Nummer, nicht als Hierarchie) könnten
bevorzugt mit Sportorientierten besetzt werden, Brett 3 bis
5 mit Mannschaftsorientierten. Am Anfang gibt es zwei Doppel.
Ein Mannschaftsorientierter muß aussetzen, was ihm aber ja ganz
lieb ist. Er kann als Schiedsrichter dienen. Desweiteren gibt
es dann die folgenden Spiele: Brett 1 und 2 spielen normales
Paarkreuz, also 1-2, 2-1, 1-1, 2-2.
Ab Brett 3 spielt man nur noch 3-3, 4-4, 5-5.
Über Details (Spielreihenfolge, Schlußpunkt, soll es noch
ein Schlußdoppel geben, Aufstellung) muß noch gestritten werden.

Das System hat folgende Vorteile:
- Für die Sportorientierten erhöht sich das Verhältnis Sport / Rumsitzen.
- Für die Mannschaftsorientierten bleibt das Verhältnis ungefähr
gleich (nämlich - wie gewünscht - niedrig (selbst schuld, kann ich da nur sagen ;-) ).
- Der Gesamtzeitaufwand nimmt ab - ist aber (je nachdem, wie man das Ganze
ausgestaltet) größer als bei Vierermannschaften.
- Die Mannschaftsstärke liegt genau zwischen den
diskutierten 4 und 5 und sollte groß genug für
die Mannschaftsorientierten sein, um für Stimmung
zu sorgen.
- 5 passen immer noch in ein Auto (ok, in meinem Corsa
wird das unbequem :-) Es gibt aber immer Sportsfreunde
mit 'ner Familienkutsche.
- Die organisatorischen Probleme bei der Umstellung sind geringer.

Na, was haltet Ihr denn davon? Genial, oder? ;-))

Gruß Lucio ("Und diesmal werden WIR Deutscher Meister")
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