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Alt 13.02.2012, 10:42
User 17544 User 17544 ist offline
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AW: Brauchen wir einen (solchen) Bundespräsidenten?

Zitat:
Zitat von Jaskula Beitrag anzeigen
Ganz schlechte Gäste.
Beide Seiten einfach nur grausig.
Na ja, das war ja auch keineswegs das Entscheidende. Auch wenn Peter das Gästegesabbel als Erfolg verbucht. Der Hintze hat sich als echter Profi entpuppt - keine Frage. Nur scheint Peter im Eifer des Gefechts einen wichtigen Punkt gänzlich übersehen zu haben. Das Wulff einmal mehr zum Thema bei der Sonntagabend-Prime-Time-Sendung eines Sympathieträgers gemacht wurde war entscheidend!

Themen gab es weiß Gott genug. Die von Ursula in Gang gesetzte Debatte zum Ende des Lohnverzichts z.B., Griechenland und die EU, das öffentliche Bekenntnis unserer Kanzlerin zum Möchtegernnapoleon, Die Abwahl des Duisburger OB, ACTA und und und...

Alles wesentlich aktueller und ohne brandneue Erkenntnisse zu Wulffs Affärendschungel sicher auch um einiges interessanter...

Zitat:
Zitat von Jaskula Beitrag anzeigen
Oberhalb der Grasnarbe war aber nur noch Jauch sichtbar.
..und das mit einer nicht zu übersehenden Anti-Wulff-Haltung!

Wenn ein Journalist wie Jauch, der sich stets zurückhaltend verhält und von daher von seinen Zuschauern als höflicher Mensch, der nicht dazu neigt voreilig zu verurteilen, wahrgenommen wird, seine Sendung dazu nutzt um die Wulff-Affären im Bewusstsein der Menschen aufrecht zu erhalten, sollte auch Peter so langsam merken, dass das nicht mehr lange gutgehen kann.

Wirklich klasse war Jauch, als er Hintze fragte, ob eine so integere Frau wie Frau Merkel, die über jeden Zweifel, was persönliche Vorteilsnahmen betrifft, erhaben ist, nicht geradezu körperlich leidet, wenn sie nahezu täglich mit anhören muss was Wulff so alles auf seinem Weg nach oben mitgenommen hat. Da ist es selbst dem Profi Hintze nicht mehr gelungen ohne ganz offensichtliche Ablenkungsmanöver den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Mein Fazit: Jauch hatte wohl bewusst einem starken Hintze schwache Kontrahenten gegenüber gestellt - wohl angesichts der Situation Jauchs Verständnis von Fairness. Ist halt nicht der Typ, der noch drauftritt wenn jemand am Boden liegt.

Herauskristallisiert hat sich trotzdem das, was vorher schon klar war, aber Gefahr lief von den Titelseiten und somit aus den Köpfen der Menschen zu verschwinden.

Dieser Präsident ist schon lange nicht mehr tragbar! Auch eine Angela Merkel muss einsehen, dass die Maßstäbe, die sie sich selbst auferlegt, auch bzw erst recht für das höchste Amt im Staate gelten müssen. Parteipolitisches Kalkül darf bei der Bewertung von Wulffs Verfehlungen auch für die Kanzlerin keine Rolle spielen. Das war Jauchs Appell an alle Bundesbürger und natürlich auch an Wulff und die Kanzlerin selbst.

Ja ja Peter, mal wieder eine hanebüchene Analyse von mir...
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