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Alt 13.02.2012, 22:06
Tackiness Tackiness ist offline
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Tackiness genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Tackiness genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Tackiness genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Tackiness genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Tackiness genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Tackiness genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Tackiness genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Tackiness genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)Tackiness genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)
AW: Neue Damencheftrainerin

Ich zieh mal die m.E. wichtigsten Thesen und Bemerkungen heraus, damit der Beitrag nicht wegen Überlänge ganz unter den Tisch fällt. Wer mehr wissen will, muss dann die Vollversion lesen:

Zitat:
Zitat von AllesineinerPerson Beitrag anzeigen
Wenn also alle ansonsten wichtigen Kriterien erfüllt sind, so sollten die Spielergebnisse alleine ausschlaggebend sein, neben wirklich wichtigen Fähigkeiten zu Integration der Person (und „zu gut“ gehört da nicht zu).
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Bitzigeio hat sich meiner Ansicht nach für die Schwierigkeit der Aufgabe (Damen-Trainer) lange gehalten. Aber ob das gut war ist die 2. Frage. Ich hatte gedacht, es würde früher zum Eklat kommen. Dass die deutschen Damen deutlich weniger bereit sind als die Herren, ihre körperlichen Voraussetzungen, um im Weltspitzensport wirklich eine Rolle zu spielen, durch teils harte aber auch neue und effektivere Methoden als das gewohnte voranzubringen, ist im DTTB ein lange bekanntes Problem. Erklärt wird es durch die Sonderstellung der sich für die Profikarriere entschiedenen ursprünglich deutschen Spielerinnen, die kaum Konkurrenz zu fürchten haben. Nach dem Motto, "Asien ist weit und hier bin ich schon lange die Beste", ist das sogar verständlich.
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Wehe dem Trainer, der sich den Schutzmechanismen der gerade in sowas sehr geschickten Damenriege nicht unterwerfen möchte. Lästern als Mittel, der Übereinkunft beizutreten, an dieser Hürde nicht zu kratzen!? Noch kurz vor seiner Zeit als Damenbundestrainer saß Bitzigeio direkt vor mir auf der Tribüne und hat das erfolgreiche Spiel von Amelie Solja im Beisein einiger Kaderdamen beobachtet. Dabei hat er, wie ich klar und deutlich hören konnte, über sie und ihr Spiel Kommentare abgelassen, die klar gemacht haben, dass nicht nur keine Wertschätzung, sondern Abneigung vorhanden war. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass jemand der sich zu einer solchen Lästerei herablässt, den notwendigen Abstand, wie ich ihn z. B. bei Dirk Schimmelpfennig weitestgehend beobachtet habe, besitzt, um als Bundestrainer überhaupt längere Zeit Erfolg haben zu können, bzw. im Amt bleiben zu können.
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Eine Kleinstvereinsstruktur, aber mit relativ vielen Vereinen, wie sie in Deutschland vorherrscht, könnte eine gute Voraussetzung sein, um Talente ausfindig zu machen, wenn man die dort tätigen auch mal gemäß ihres Aufwandes und darüber hinaus entschädigen würde, statt sie als Opfer des Vereins und der allgemeinen Liebe zum Sport auszunutzen.
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Solange daher die Zahl und das Niveau der Nachwuchsspieler diesen Voraussetzungen entspricht, solange werden sich Damennationalspielerinnen nicht auf das Ziel Weltklasseniveau zu erreichen konzentrieren, sondern wie zwangsläufig, Schutz- und Abblockmechanismen etablieren (müssen), um mit ihrer Entscheidung zum Profisport halbwegs angstfrei leben zu können. Wer diesen Mechanismus, der bei den Damen am stärksten greift, vergessen machen kann und durch Spaß an der Leistungssteigerung ersetzt, ist ein Künstler am Menschen, und damit der ideale Trainer.

Geändert von Tackiness (13.02.2012 um 22:10 Uhr)
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