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Alt 18.02.2012, 19:30
sr5555 sr5555 ist offline
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AW: Chladnische Klangfiguren

Kevin, ja, die Faserverstärkung macht das Holz steifer.
Sie leistet das Gleiche wie ein zus. Furnier, und das bei geringerem Gewicht.
Insofern machen Fasern Sinn, gegenüber einem Vollholz erreicht man bei gleichem Gewicht ein höheres Tempo bzw. bei gleichem Tempo ein niedrigeres Gewicht.

Was nun den Sweetspot angeht, so verstehe ich darunter den Bereich des Blattes, welcher eine Mindest-Schwingungsamplitude erreicht. Das ist der Bereich, den man mit Hilfe der Chladnischen Klangfiguren sichtbar machen kann. Genauer gesagt, auch nur die Mitte dieses Bereiches, vielleicht 5-7cm
Durchmesser. Wenn du einen Dotztest entlang der Spur machst, auf die sich die Salzkörner hinbewegt haben, wirst du feststellen, dass das Holz dort "tot" klingt. Was daran liegt, dass das Holz dort nicht schwingt. Natürlich kann man damit schlagen, aber eben undynamisch, ohne "Verstärkung" durch das Holz. Ausserhalb der Salzspur schwingt das Holz sogar gegenphasig, da wird dann sogar noch Energie abgezogen.

Ich behaupte nun, dass ein steifes und ein weiches Holz sich in der Grösse dieses Kreises nicht unterscheiden, dies war für mich das Resultat aus Messungen von etwa 20 Eigenbauten, bei denen ich genau weiss, wie steif
diese waren. Da ist kein Unterschied zw. steif und elastisch.

Aber die Form ändert sich, wenn die Steifigkeit in einer der beiden Achsen deutlich anders wird, siehe das Kiso Hinoki, welches quer ziemlich weich ist.
Ich hoffe, es ist nun etwas klarer .
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Nimms leicht - Stephan
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